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Berlin – Nextbike hat vor Gericht verloren – bleibt aber trotzdem in der Hauptstadt. Das Oberlandesgericht (OLG) hatte entschieden: Ohne Sondernutzungserlaubnis müssen alle Leihräder von den Straßen verschwinden. Doch der Anbieter gibt nicht auf. Ein Sprecher teilte mit: „Wir müssen die Entscheidung des OLG akzeptieren und werden fristgemäß eine Sondernutzungserlaubnis für die Fahrräder beantragen.“
Das OLG urteilte: Ohne Genehmigung müssen alle Räder weg. Doch Nextbike verspricht: „Die Verfügbarkeit der Flotte sowie der gewohnte Service bleiben im gesamten Stadtgebiet ohne Einschränkungen bestehen.“
Vertrag mit dem Senat lief aus
Zuvor fuhr Nextbike im Auftrag des Senats – finanziert mit öffentlichen Mitteln. Am 30. Juni 2025 lief die Vereinbarung mit dem Senat aus. Der Grund: Haushaltskürzungen. Die Senatsverwaltung stellte das Angebot ein. Seitdem läuft der Betrieb auf eigenes Risiko – die Genehmigung fehlte bisher. Nun plant der Anbieter, seine Flotte von 6500 auf rund 5500 Räder zu verkleinern. Mit der Erlaubnis will die Firma dann weitermachen.
Mehr zum ThemaKritik am Berliner Modell
Nextbike fordert dabei, dass klassische Fahrräder bei den Gebühren anders behandelt werden als andere Mikromobilitäts-Angebote. Die Begründung: Sie hätten einen weitaus höheren gesellschaftlichen Nutzen. Berlin drohe zudem bei alternativen Mobilitätsangeboten im europäischen Vergleich zum Schlusslicht zu werden. „Während Bike-Sharing in anderen Metropolen wie London oder Paris bereits fester Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist, führt das aktuelle Modell in der Hauptstadt zu einem lückenhaften Angebot“, kritisierte das Unternehmen.