Putin will angeblich eingefrorene Vermögen für Israel-Friedensgremium und Ukraine-Wiederaufbau nutzen  Russlands Präsident Wladimir Putin hat behauptet, nach einem Friedensvertrag eingefrorene russische Vermögenswerte in den USA für den Wiederaufbau der Ukraine einsetzen zu wollen. Eine Milliarde davon wolle er zudem Trumps Friedensrat für Israel zugutekommen lassen. Die übrig bleibenden Mittel der in den USA eingefrorenen Vermögenswerte könnten dann „nach einem Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine auch zur Wiederherstellung der Territorien genutzt werden, die von den Kampfhandlungen in Mitleidenschaft gezogen wurden“, so Putin. Bei der Formulierung blieb unklar, ob es sich um Zahlungen an Kiew handeln soll oder ob damit Aufbauarbeiten in jenen ukrainischen Territorien bezahlt werden sollen, die Russland für sich beansprucht.

Putins Angebot kommt vor einem für diesen Donnerstag geplanten Treffen des Kremlchefs mit Trumps Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Putin will auch mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas über die mögliche Spende sprechen. Trump hatte von den Nationen mindestens eine Milliarde Dollar für die Mitgliedschaft in seinem 20-Punkte-Plan für einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen verlangt.

Das Angebot soll offenbar den amerikanischen Präsidenten ansprechen und weitere Wirtschaftssanktionen vermeiden – bezahlt mit Geld, das der Kreml derzeit nicht kontrolliert. Derzeit liegen von den geschätzten 300 Milliarden Dollar eingefrorenem russischem Vermögen etwa vier bis fünf Milliarden Dollar in den USA. Das ist ein Bruchteil der geschätzten 524 Milliarden Dollar, die die Ukraine für den Wiederaufbau über die nächsten zehn Jahre benötigt.

Die beiden Kriegsparteien liegen bei Trumps vorgeschlagenem Friedensplan weiterhin weit auseinander. Russland besteht darauf, dass die Ukraine Gebiete aufgeben muss, die sie derzeit nicht kontrolliert. Währenddessen verstärkt Putin seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur, wodurch Millionen Menschen ohne Heizung und Wasser bei Minustemperaturen auskommen müssen.