Eintracht Braunschweig und Stürmer Sebastian Polter gehen getrennte Wege. Der Angreifer schließt sich ab sofort Partizan Belgrad an. Der serbische Traditionsverein spielt in der ersten Liga und zählt zu den Top-Klubs des Landes.
Für Polter ist es die Chance, sich in einer neuen Umgebung zu beweisen. Nach nur anderthalb Jahren endet seine Zeit in der Löwenstadt – etwas früher als erwartet. Ein voller Erfolg war sie wahrlich nicht.
Eintracht Braunschweig bedankt sich
Die Trennung erfolgte einvernehmlich. Benjamin Kessel, Sport-Geschäftsführer bei Eintracht Braunschweig, betonte, dass die Entscheidung im Sinne aller getroffen wurde. „Wir haben mit Sebastian offen über seine Situation gesprochen, seine Aussichten auf Spielzeit wären auch in der Rückrunde nicht gestiegen. Kurzfristig hat sich für ihn nun die besondere Möglichkeit ergeben, noch einmal im Ausland bei einem der Top-Vereine Serbiens zu spielen. Für uns stand fest, dass wir ihm bei diesem Vorhaben keine Steine in den Weg legen wollten.“
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Mit diesen Worten verabschiedete Kessel den Spieler und drückte zugleich seinen Dank für dessen großen Einsatz aus. Zur Wahrheit gehört aber auch: Nach ersten Wochen als Hoffnungsträger wurde Polter schnell immer häufiger auf die Bank rotiert. Zuletzt kam er kaum noch zum Zug. Drei magere Tore in 40 Spielen sprechen auch eine deutliche Sprache. Am Ende muss die Zeit von Polter in Braunschweig wohl eher als Missverständnis bewertet werden.
Zurückblicken auf bewegte Braunschweig-Zeit
Sebastian Polter war im Sommer 2024 zur Eintracht gewechselt. Mit drei Toren und vier Vorlagen blieb die erhoffte Durchschlagskraft zwar aus, doch war Polter bei den Fans dennoch beliebt. Nun soll die neue Herausforderung ihm eine sportliche Frischzellenkur bieten.
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Polter selbst blickt versöhnlich auf seine Zeit bei den Löwen zurück: „Die Zeit in Braunschweig und bei Eintracht wird für mich immer in bester Erinnerung bleiben. Nun hat sich kurzfristig für mich die besondere Chance ergeben, noch einmal im Ausland für einen Top-Verein zu spielen. Ich danke den Verantwortlichen für die stets offenen und ehrlichen Gespräche sowie für die Möglichkeit, den Weg zu Partizan gehen zu können. Mein Dank gilt ebenso allen Wegbegleitern und Fans – es war eine tolle Zeit.“
Abschied mit neuen Chancen
Nach seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig wagt der 34-Jährige nun einen Neustart in Serbien. Beim dortigen Traditionsklub Partizan Belgrad will der erfahrene Angreifer seine Karriere nochn einmal wieder in Schwung bringen. Für die Verantwortlichen der Eintracht eine nachvollziehbare Entscheidung. Die bisherigen Einsätze und die sportliche Entwicklung zeigten, dass die Ausrichtung des Vereins für Polter keine dauerhafte Perspektive bot.
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Mit dem Transfer nach Belgrad und der Möglichkeit, bei einem der bekanntesten Vereine des Balkans für Furore zu sorgen, geht Sebastian Polter einen mutigen Schritt im vielleicht letzten Kapitel seiner Profi-Karriere. Die Eintracht sucht bereits nach einem passenden Ersatz für den Abgang, um das Team in der Rückrunde neu aufzustellen. Die Blau-Gelben blicken nach vorne, der Kader bleibt im Umbruch – und die Löwen sind bereit für neue Herausforderungen.