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Vorwürfe gegen Iranerin

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Spitzel-Verdacht an der TU Braunschweig: Jetzt prüft die Polizei

Nach schwerwiegenden Vorwürfen gegen eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Braunschweig laufen nun Prüfungen bei der Polizei. Der Frau wird vorgeworfen, kritische Studierende und Beschäftigte der Uni dem Sicherheitsapparat in Teheran gemeldet zu haben.

Braunschweig. Jetzt hat sich auch die Polizei Braunschweig eingeschaltet: Nachdem in der vergangenen Woche ein offener Brief mit schweren Vorwürfen gegen eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Braunschweig bekannt geworden war, prüft nun die Polizei den Sachverhalt. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage dieser Redaktion.

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Weder die beschuldigte Mitarbeiterin noch die TU Braunschweig äußerten sich bislang zu dem Schreiben.

Verfasst worden war der Brief von Behrouz Asadi, Aktivist und Sprecher des Vereins „Woman Life Freedom Germany“. Darin wirft er der Mitarbeiterin vor, Namen regimekritischer Studierender und Beschäftigter der Universität an iranische Sicherheitsbehörden weitergegeben zu haben.

Vater soll hochrangiger Minister im Iran sein

Nach Darstellung Asadis soll dies über enge Kontakte in die Führung des iranischen Regimes erfolgt sein. Der Vater der Mitarbeiterin sei demnach Minister im Iran.

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Auch das Innenministerium bestätigte die Prüfung. „In dem Moment, wo es um strafrechtlich relevante Dinge geht und solche Vorwürfe öffentlich werden, ist das ein Fall für die Sicherheitsbehörden“, sagte Ministeriumssprecher Oliver Grimm am Freitag auf der Landespressekonferenz. Weiter hieß es: „Wenn Straftatbestände in den Raum gestellt werden, dann ist es natürlich auch die Aufgabe der Polizei zu ermitteln.“

HAZ