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Silber kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Am Freitag durchbrach der Preis erstmals die Marke von 100 US-Dollar (85 Euro) pro Feinunze. Investoren greifen zu – und treiben das Edelmetall auf ein Rekordniveau. An der Metallbörse in London kostete eine Feinunze Silber 100,29 Dollar. Das waren mehr als drei Prozent mehr als am Vortag. In den ersten Wochen des Jahres legte Silber damit insgesamt fast 40 Prozent zu.

Schon zuvor war Silber stärker gefragt als Gold. Allein im Jahr 2025 war der Silberpreis um fast 150 Prozent gestiegen – deutlich mehr als der Goldpreis. Auch 2026 setzt sich diese Entwicklung fort.

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Experten führen die aktuellen Kursgewinne vor allem auf politische Spannungen zurück. Als Treiber gelten die Lage im Iran sowie zeitweise Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump (79) gegen einige europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland.

Politische Krisen treiben Edelmetalle

Edelmetalle gelten bei vielen Investoren als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Vor allem Gold, aber zunehmend auch Silber, profitieren von geopolitischen Risiken und wirtschaftlicher Nervosität.

Hinzu kommt: Silber ist nicht nur Wertanlage, sondern auch Industriemetall. Es wird für zahlreiche Anwendungen benötigt – etwa in der KI-Technologie, der Robotik und im Energiesektor. Das verstärkt die Nachfrage zusätzlich.