Als Reaktion auf Trumps Entscheidung kündigte Kalifornien indes an, als erster und bislang einziger US-Bundesstaat dem globalen Netzwerk der WHO beizutreten. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, bezeichnete den Austritt der USA als eine „rücksichtslose Entscheidung“, die vielen Menschen schaden werde. „Kalifornien wird dem
Chaos, das diese Entscheidung mit sich bringen wird, nicht tatenlos zusehen“, erklärte Newsom in einer Mitteilung. Man werde weiterhin Partnerschaften auf der ganzen Welt pflegen und bei der Vorbereitung auf öffentliche Gesundheitskrisen führend bleiben.

Das globale Netzwerk der WHO umfasst mehr als 360 technische Einrichtungen. Es reagiert auf Krisen der öffentlichen Gesundheit, indem es Personal und Ressourcen in die betroffenen Länder entsendet. Newsoms Büro zufolge traf sich der Gouverneur diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, um eine Zusammenarbeit zu besprechen. Eine Stellungnahme der WHO lag zunächst nicht vor.