Der Fehlstart ins neue Jahr ist komplett. Der SSV Jahn unterlag am Samstagnachmittag nach einer schwachen Leistung beim MSV Duisburg mit 0:2 (0:1). Joshua Bitter (27. Minute) und Lex-Tyger Lobinger (52.) trafen vor 20 102 Zuschauern für das Spitzenteam in der Schauinsland-Arena gegen den Regensburger Fußball-Drittligisten, der sich in der Tabelle immer mehr nach unten orientiert.
Weiter geht es für den SSV Jahn auswärts mit dem Auftritt beim Tabellenschlusslicht FC Schweinfurt 05 am kommenden Samstag (16.30 Uhr).
„Noch nicht so stabil“
Die 0:4-Heimniederlage gegen die Zebras steckte den Regensburgern noch in den Klamotten. Zudem war Duisburg daheim in dieser Saison ungeschlagen. „Wir sind noch nicht so stabil“, gab Wimmer am Mikrofon von Magenta-TV vor Spielbeginn zu. Der Jahn-Chefcoach hatte nach der 0:3-Pleite gegen Ingolstadt zwei Änderungen vorgenommen: Sebastian Stolze und Benedikt Saller rückten für John Posselt (Bank) und Benedikt Bauer (Gelbsperre) in die erste Elf.
Duisburg nahm das Heft in die Hand, entwickelte auf dem teilweise neu verlegten Rasen in der Wedau gleich die Initiative. Beide Teams gingen robust ins Spiel, ließen es nicht an körperlichem Einsatz fehlen. Dabei sahen sich die Oberpfälzer starkem Druck ausgesetzt. Entlastung war die Ausnahme.
„Entschlossenheit“ hatte Wimmer von seinen Schützlingen eingefordert. Sie ließen sie vermissen, standen aber zumindest anfangs defensiv stabil. Nach vorne fehlten die zündenden Ideen. Lange Bälle von Torhüter Felix Gebhardt fanden keine Abnehmer.
Glück für den Jahn in der 21. Minute, als Patrick Sussek der Abwehr enteilt war und von Oscar Schönfelder kurz vor dem Abschluss von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Lennart Kernchen ließ das Spiel laufen, obwohl ein Elfmeter logisch gewesen wäre.
Angesichts der Dominanz der Duisburger war die Führung nur eine Frage der Zeit. Sussek trat einen Freistoß in den Strafraum, den Bitter mit dem Kopf ins Tor verlängerte. Gebhardt war zwar noch mit einer Hand dran, aber vom Innenpfosten fand der Ball den Weg über die Torlinie.
Der Jahn fand offensiv nicht statt. Vor allem Sussek stellte der Defensive der Regensburger immer wieder Aufgaben, die diese nur mit Mühe bewältigten. Die Gäste hatten überhaupt keinen Zugang zu dieser Partie gefunden, agierten extrem passiv. Erst drei Minuten vor der Halbzeit war der erste Torschuss zu verzeichnen.
Aus Jahn-Sicht konnte es nach dem Wechsel nur besser werden. „Ich glaube definitiv, das wir hier und heute noch etwas mitnehmen können“, verbreitete Sportchef Alexander Schmalhofer bei Magenta-TV verhaltenen Optimismus.
Lobinger im Nachfassen
Besserung war aber nicht in Sicht. Erneut war es ein Freistoß von Sussek, der dem zweiten Treffer voranging. Diesmal war es Lobinger, der den Ball letztlich über die Linie drückte, nachdem Gebhardt diesen nach einem Abpraller noch nach vorne abgelenkt hatte.
Fast aus dem Nichts kam der Jahn zur Chance zum Anschlusstreffer: Adrian Fein steckte in den Sechzehner auf Hottmann durch, der es aus spitzem Winkel gegen Maximilian Braune per Lupfer probierte.
Ein Aufbäumen der Regensburger war kaum erkennbar. Der Jahn verzettelte sich weiterhin im Aufbauspiel. Auch Wechsel wie Phil Beckhoff für Christian Kühlwetter und Nicolas Oliveira für Stolze fruchteten nicht mehr. 17 zu sechs Torschüsse für den MSV sprachen letztlich eindeutig für das Resultat.