In London ließen CAN Architekten ein klassisches Townhouse mit futuristischen Formen, Farben und Materialien neu aufleben.

Wer beim Wort „Druid Grove“ eine umgebaute Raumkapsel vor Augen hat, liegt völlig falsch. Stattdessen handelt es sich bei dem jüngsten Projekt von CAN Architekten um ein typisches, in die Jahre gekommenes Londoner Reihenhaus im Stadtteil East Dulwich, das die Architekt:innen im Auftrag einer 3D-Künstlerin wieder auf Vordermann bringen sollten.

Garten London

Im Außenbereich dient ein massiver Stein als durchaus fantasievolle Sichtschutzvariante. Die Bauherrin suchte ihn gemeinsam mit dem Architekten auf einem Steinhof in Cornwall aus.

Felix SpellerEin Gestaltungsansatz zwischen Surrealismus und Realität

Nun steht am Anfang jeder solcher Umbauaufträge die Erstellung eines umfangreichen Briefings, das Budget-Fragen, Nutzungen, ästhetische Vorlieben definiert. Normalerweise würde Mat Barnes, Inhaber von CAN Architekten, dafür ein offenes Gespräch mit ihren Klient:innen suchen, etwa welcher architektonische Stil gefalle oder in was für einem Farbumfeld man sich wohl fühlen würde. In diesem konkreten Fall jedoch erschien es Barnes in Anbetracht des besonderen beruflichen Hintergrunds als überaus passend, seine Auftraggeberin nach ihren Inspirationsquellen jenseits der Architektur zu befragen. So unüblich der Ansatz, so unkonventionell fiel auch das Briefing der Bauherrin aus: Anstelle von Pinterest-Moods und Räumen aus Instagram erstellte sie ein Moodboard, das sich aus Motiven von surrealen Naturszenen, ultramodernen Stahlkonstruktionen und unwirklich wirkenden Blumenarrangements zusammensetzte.