Brüssel – WhatsApp bricht seine Mauern ein: Der Messenger-Riese startet in Europa die schrittweise Einführung von Chats mit anderen Plattformen. Nutzer können erstmals Nachrichten mit Kontakten auf kompatiblen Diensten austauschen. Hintergrund ist die Zwangsöffnung durch den Digital Markets Act (DMA) der EU.
Technisch basiert das System auf einem komplexen Rahmenwerk, das in jahrelanger Abstimmung mit der EU-Kommission entstand. Die größte Herausforderung: Die DMA-Vorgaben erfüllen, ohne End-to-End-Verschlüsselung und Datenschutz zu opfern.
Apps, die sich anbinden wollen, müssen strenge Sicherheitsstandards einhalten. Meta bevorzugt das Signal-Protokoll, akzeptiert aber gleichwertige Alternativen. Für Nutzer soll der Wechsel flüssig sein. Nach Aktivierung lassen sich Texte, Bilder, Sprachnachrichten, Videos und Dateien wie gewohnt verschicken. Fremde Chats landen in einem separaten Bereich der App.
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Der lange Arm des Digital Markets Act
Die Zwangs-Öffnung ist eine direkte Folge des DMA. Das Gesetz zielt darauf ab, die Macht von Tech-Giganten als „Gatekeeper“ zu brechen. Sie müssen ihre Dienste für kleinere Wettbewerber öffnen, um fairen Wettbewerb zu sichern.
Meta betont, die Lösung sei Ergebnis von über drei Jahren Arbeit. Sie erfülle die gesetzlichen Vorgaben bei maximalem Schutz der Privatsphäre. Die EU-Kommission beobachtet die Umsetzung genau und prüft parallel andere WhatsApp-Features wie Channels auf ihre Konformität mit dem Digital Services Act (DSA).
Chancen und Risiken der neuen Offenheit
Die erzwungene Interoperabilität könnte den Messaging-Markt grundlegend verändern. Bislang hielten große Apps ihre Nutzer in geschlossenen Ökosystemen gefangen. Jetzt erhalten kleinere Dienste potenziell Zugang zu WhatsApps riesiger Nutzerbasis.
Doch der Weg ist steinig. Die technische Umsetzung ist hochkomplex. Meta warnt vor erhöhten Risiken durch Spam und Betrug über externe Apps. Zudem hängt der Erfolg am Nutzerverhalten: Wer aktiviert die Funktion? Die regionale Beschränkung auf Europa und das Opt-in-Prinzip könnten die Verbreitung zunächst bremsen. Auch fehlen in Fremd-Chats vorerst Features wie Status-Updates oder Sticker.
Was kommt als nächstes?
Die Anbindung von BirdyChat und Haiket ist nur der Anfang. Meta will mit der EU-Kommission und weiteren Partnern das Angebot ausbauen. Die nächste Ausbaustufe soll Gruppenchats mit Nutzern fremder Dienste ermöglichen – sobald die Partner-Apps technisch bereit sind.
Die Branche beobachtet das europäische Experiment aufmerksam. Sein Erfolg könnte weltweit als Blaupause für regulatorische Eingriffe dienen. Für Verbraucher bedeutet es mehr Wahlfreiheit: Sie sind nicht mehr an eine einzelne App gebunden. Ob sich eine wirklich offene Messaging-Welt durchsetzt, hängt nun von weiteren Partnern – und der Akzeptanz der Nutzer ab.
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