Einst Max-Bahr-Filiale
Dieses ehemalige Baumarkt-Gebäude steht seit Jahren leer
Aktualisiert am 25.01.2026 – 05:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Leerstand seit mehr als zehn Jahren: Der Schriftzug erinnert an den ehemaligen Max Bahr an der Otto-von-Guericke-Straße. (Quelle: Katharina Keller/t-online)
Seit Jahren steht die einstige Max-Bahr-Filiale im Westen Braunschweigs leer. Das sagen die Stadt und der Eigentümer.
Die Baumarktkette Max Bahr zählte einst zum Stadtbild Braunschweigs dazu: Doch 2013 meldete das Unternehmen, das schließlich zur Praktiker AG gehörte, Insolvenz an. Baumärkte wurden verkauft. So ist der einstige Max Bahr an der Hansestraße inzwischen eine Globus-Filiale.
Im Westen der Stadt allerdings erinnert der Schriftzug der Kette noch immer an den ehemaligen Baumarkt. Graffitis sind unter anderem zu sehen: Das Grundstück an der Otto-von-Guericke-Straße steht seit mehr als einem Jahrzehnt leer. Nach der Insolvenz war der Markt an die XXXL-Gruppe Deutschland übergegangen.
Auf Anfrage der Braunschweig-Redaktion von t-online teilt das Unternehmen mit: „Perspektivisch ist vorgesehen, an diesem Standort ein Mömax Trendmöbelhaus zu realisieren. Zum derzeitigen Zeitpunkt bitten wir jedoch um Verständnis, dass wir noch keine konkreten Aussagen zu möglichen Nutzungsvarianten, einem Zeitplan oder einzelnen Zwischenschritten treffen können.“
Doch die Errichtung eines Möbelhauses ist an dieser Stelle problematisch. Die Stadt Braunschweig erklärt auf Anfrage der Braunschweig-Redaktion von t-online: „Das ursprünglich geplante Sortiment eines Möbelmarktes war nicht mit dem Zentrenkonzept Einzelhandel vereinbar. Es wären damit auch in Bezug auf Rand- und Freisortimente mehrere Abweichungen vom geltenden Planungsrecht erforderlich gewesen“, sagt Sprecher Adrian Foitzik. Dagegen hatte laut Stadt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bedenken erhoben.
Das Planungsrecht lässt dort derzeit nur einen Bau- und Gartenmarkt zu.
Braunschweigs Stadtsprecher Adrian Foitzik
„Eine dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans kam auch aus Sicht der Verwaltung nicht infrage. Planungsrechtlich ist ein Möbelmarkt also dort derzeit nicht möglich. Das Planungsrecht lässt dort derzeit nur einen Bau- und Gartenmarkt zu“, schildert der Stadtsprecher den Fall.
Seit 35 Jahren gibt es in Braunschweig das Zentrenkonzept Einzelhandel, das für eine strategisch-räumliche Steuerung der Einzelhandelsentwicklung steht, heißt es auf der Stadtseite dazu unter anderem. Dieses spielt beim Thema rund um den ehemaligen Baumarkt eine Rolle. Adrian Foitzik erklärt: „Es dient – unter anderem – dazu, sicherzustellen, dass das Angebot typischer Warensortimenter aus der Innenstadt nicht in zu großem Maße an die Peripherie verlagert wird.“
