Dieses Haus in den Bergen lädt zum Entspannen ein: In Courmayeur, unterhalb des Mont-Blanc-Massivs, entstand ein minimalistisches, warmes Winter-Domizil für eine Familie.
Auf der italienischen Seite des Mont-Blanc-Massivs liegt dieses idyllische Haus am Fuße der Berge. Da sich die Berghütte in unmittelbarer Pistennähe befindet, bietet sie direkten Zugang zur Landschaft – ideal zum Wandern oder Skifahren. Was das Haus so romantisch macht, war allerdings beim Umbau eine Herausforderung: „Das Chalet liegt in den Bergen, weit weg von allem, und ist daher nicht so leicht zu erreichen. Im Winter kommt man nur mit Skiern oder einem Schneemobil dorthin“, berichten der Architekt Thomas Maria Verschuren und die Designerin Ann Butaye. „Die entsprechende Ausrüstung steht nur von Mai bis Oktober zur Verfügung. Die Arbeiten dauerten daher drei Jahre.“ Als Gründer:innen des belgischen Studios Maison Osaïn haben sich die beiden auf die Renovierung historischer Gebäude spezialisiert.
Um das traditionelle Haus in den Bergen in ein komfortables Chalet zu verwandeln, musste es zunächst umfassend renoviert und umgebaut werden, wobei nur einige tragende Wände im Inneren erhalten geblieben sind. Es ist alles wie neu, und doch genauso wie vorher, entsprechend den präzisen Vorgaben der Stadt Courmayeur, die das Erscheinungsbild und die Atmosphäre der Gegend bewahren möchte. Bei der Gestaltung des Projekts, das „House Montagna“ getauft wurde, wollten Maison Osaïn die besondere Kombination aus naturnaher Lage und intimer Atmosphäre erhalten und diese zugleich um zeitgemäße architektonische Raffinesse ergänzen.

Der Grundriss der Berghütte ist offen gestaltet. Eine Wendeltreppe verbindet ihre drei Etagen miteinander. Einen Ausgleich zu den modernen Elementen des Interieurs schafft das dunkle Lärchenholz, das Maison Osaïn für die Deckenbalken, die Schranktüren und die Möbel verwendete.
Tijs VerveckenOffener Grundriss und Einbaumöbel
Das Haus erstreckt sich über drei Etagen, die so offen wie möglich gestaltet und durch eine zentrale Wendeltreppe miteinander verbunden sind. Diese führt vom Ruhe- und Schlafbereich der Kinder auf der ersten Ebene zum Wohnbereich mit großem offenem Wohnzimmer und Küche hinauf und schließlich nach ganz oben zum Hauptschlafzimmer mit Bad und zu den Gästezimmern. Da die Räume etwas klein sind, beschloss Maison Osaïn, sie so weit wie möglich zu öffnen: Hierfür wurden an der Seite jedes Raumes Sitzbänke integriert, die sich aufklappen lassen, um zum Beispiel im Erdgeschoss die Skiausrüstung zu verstauen. Für einen aufgeräumten Look sorgen auch Schränke, die im oberen Stockwerk in den Zimmern unter dem Dach integriert wurden. Alles, was außer Sichtweite bleiben soll, wird in den praktischen Staulösungen aus Holz oder Beton Ciré einfach verstaut – ebenso in der Küche. Auf diese Weise bleiben die Räume in der Mitte frei, wodurch mehr Perspektiven entstehen und der gesamte verfügbare Platz genutzt werden kann. Auch in den Kinderzimmern, die an den Ruhebereich angrenzen, wurde jeder Zentimeter gut genutzt – eins davon ist als Holzkubus mit runder Öffnung konzipiert, während das andere über ein Hochbett verfügt und an eine Schiffskabine erinnert.