Der Abschluss der Hinrunde ist so gar nicht nach dem Geschmack vom TV Korschenbroich und von Borussia Mönchenglabach gelaufen. Beim HC Gelpe/Strombach kassiert Spitzenreiter TV Korschenbroich mit 29:32 (12:15) seine zweite durchaus vermeidbare Saisonniederlage. Und die Fortuna ist gerade auch eher nicht aufseiten von Borussia Mönchengladbach, die sehr knapp gegen die HSG Refrath/Hand mit 26:27(15:17) verlor. Es war bereits die zweite Niederlage mit einem Tor Differenz hintereinander.
Und wie schon in Korschenbroich mussten die Borussen den letzten Gegentreffer drei Sekunden vor dem Abpfiff hinnehmen. „Eigentlich haben wir in der letzten Szene alles richtig gemacht. Wir sind die Gegenspieler offensiv angegangen und haben dann den Wurf auch geblockt und dieser Block fiel dann genau in die Hände des Refrather Kreisläufers, so stehen wir wieder ohne Punkte da“, ärgerte sich verständlicherweise der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. DIe Gladbacher Hausherren zeigten sich konsterniert und verstanden die Welt nicht mehr.
Es war aber auch sehr viel Pech mit drin, denn die Borussen hatten insgesamt zehn Pfostentreffer, dazu kamen noch Unkonzentriertheiten. „Wir haben noch ungefähr zehn freie Chancen vergeben, das ist dann in der Summe einfach zu viel“, so Rogawska. An den hängenden Köpfen konnte dann auch letztlich die tolle Stimmung in der Halle nichts ändern. „Das ist schon frustrierend, vor allen Dingen dann, wenn du von den Fans unermüdlich angetrieben wirst. Allerdings muss ich die Mannschaft auch loben, denn der kämpferische Einsatz war wirklich vorbildlich, wir müssen im Abschluss einfach konzentrierter werden“, resümierte Rogawska. Bereits am Dienstag geht es weiter, wenn die Rogawska-Schützlinge im Nachholspiel bei Bayer Dormagen II antreten.
Die Torschützen von Borussia Mönchengladbach: Weis (8/2), Lipok (6), Weisz (5/2), Jennes, Semrau, Westhofen, Nix, Markovic, Roth und Slabospytskyi.
Der TVK lag in Gummersbach schnell mit 0:3 im Hintertreffen. Ein unnötiger Rückstand, denn die Korschenbroicher erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten, ließen diese jedoch ungenutzt. Immerhin war die Vorstellung in der Abwehr mit einem abermals gut aufgelegten Sven Bartmann im Tor richtig gut, ansonsten hätten die Hausherren aus der miserablen Trefferquote des TVK noch mehr Kapital schlagen können. „Wir hatten heute 17 Fehlwürfe zu verzeichnen, wovon mehr als die Hälfte richtig gute Chancen waren“, ärgerte sich der Korschenbroicher Trainer Frank Berblinger.
Die Würfe waren teils sehr unvorbereitet, sodass Gelpe/Strombach immer wieder zu Tempogegenstößen ansetzen konnte. Hinzu kamen dann auf Seite der Gäste noch einige technische Fehler. „Uns fehlt die letzte Konsequenz und Konzentration vor dem gegnerischen Tor“, analysierte Berblinger. „Das hat sich in den letzten zehn Minuten in Bonn bereits angedeutet, letzte Woche dann im Derby fortgesetzt und diese Woche lief es auch nicht besser. Klar hast du als Spitzenreiter eine gewisse Lockerheit und Euphorie, aber du darfst dann auch in deiner Konzentration nicht nachlassen und da müssen wir wieder hinkommen“, fuhr er fort.
Trotz der schlechten Trefferquote ließ sich der TVK nicht abschütteln und kam kurz nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich, verfiel dann jedoch wieder in alte Muster. Schnell nahm Berblinger eine Auszeit und stellte im Angriff auf einen siebten Feldspieler um. Doch die erhoffte Sicherheit blieb aus, eher häuften die Fehler sich und Berblinger sah sich gezwungen, drei Minuten später eine erneute Auszeit zu nehmen. Doch die oberbergischen Hausherren setzten sich dennoch zunehmend ab und führten in der 49. Minute bereits mit 27:19.
Zwar kamen die Gäste vom TVK in der Schlussphase noch einmal heran, letztlich war der Rückstand aber zu groß, um noch etwas Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen. „Gelpe hat das heute gut gemacht und wusste unsere Fehler zu nutzen. Auch wenn wir nicht immer mit den Schiedsrichtern einverstanden waren, tragen wir alleine die Schuld für diese Niederlage“, so Berblinger.
Die Torschützen des TV Korschenbroich: Zimmermann (8/4), Wolf, Bitzel (je 6), Franz (4), König (2), Schiffmann, Krantzen und Eugler.