Schüsse in einer Berliner Wohnung im 5. Stock: Fünf Menschen werden verletzt, zwei davon kämpfen um ihr Leben. Es gab mehrere Festnahmen.
Fünf Menschen sind bei Schüssen in einer Wohnung in Berlin-Tiergarten verletzt worden, zwei von ihnen lebensgefährlich. Bei den beiden handele es sich um eine Frau und einen Mann, sagte ein Polizeisprecher am Abend.
Unter den drei weniger gravierend Verletzten seien demnach zwei Männer und eine Frau. Es habe bereits mehrere Festnahmen gegeben. Zum jeweiligen Alter gab es noch keine Erkenntnisse.
Hintergrund der Tat seien Streitigkeiten gewesen, sagte der Sprecher. Die Schüsse fielen gegen 17 Uhr in der Wichmannstraße gegenüber dem Hotel InterContinental in einer Wohnung im 5. Stock im Stadtteil Tiergarten, ganz in der Nähe des Zoos. Es seien am Abend mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, darunter auch von den Beteiligten selbst, hieß es.
„Zum jetzigen Zeitpunkt besteht aber keinerlei Gefahr für die Bevölkerung“, betonte der Sprecher weiter. Ob sämtliche Festnahmen unter den Verletzten erfolgten oder ob es noch weitere beteiligte Verdächtigte gibt, blieb offen. Auch gab es zunächst keine Angaben dazu, ob nach weiteren Personen gefahndet wird.
Klinik wird von Polizisten bewacht
Einer der Verletzten habe sich noch selbst ins nahe gelegene Franziskus-Krankenhaus geschleppt, sagte der Polizeisprecher. Die Klinik werde derzeit von außen von Polizisten bewacht. Auch alle anderen Verletzten seien in Kliniken gebracht worden. Der Bereich um den Tatort ist weiträumig abgesperrt.
Im vergangenen Jahr hat es in Berlin immer wieder Schüsse und Schießereien gegeben. Die Berliner Polizei hat deshalb eine spezielle Aufklärungseinheit, die sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“ (deutsch: Eisen). Seitdem geht sie mit umfangreichen Razzien in Kneipen und Wohnungen sowie an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor. Ob die Tat in diesen Zusammenhang gehört, ist noch unklar.
dpa/saha