Gesundheitsgefahr
Gefährlicher Feinstaub weit über dem Grenzwert
26.01.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 1 Min.
Abgase strömen am Morgen aus den Auspuffen von Verbrenner-Fahrzeugen (Symbolbild): Sachsen hat aktuell mit hoher Feinstaubbelastung zu kämpfen. (Quelle: Robert Michael/dpa)
Gesundheitsgefahr durch Feinstaub: In Dresden wurden die Grenzwerte am Wochenende deutlich überschritten. Was dahintersteckt und wann Abhilfe kommt.
Dresden kämpft mit schlechter Luft. Am Wochenende überschritt die Landeshauptstadt zusammen mit zahlreichen anderen Städten in Sachsen die Feinstaub-Grenzwerte – teilweise deutlich. Der Deutsche Wetterdienst sieht jedoch Besserung in Sicht.
Für Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) meldete das Umweltbundesamt erhebliche Probleme. Der Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde vielerorts im Freistaat weit überschritten – neben Dresden etwa auch in Zwickau, Leipzig, Bautzen, Zittau und Görlitz.
Auch für PM10 lagen am Samstag die Tagesmittelwerte in mehreren Städten über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hervorgeht. Betroffen waren Bautzen, Görlitz, Leipzig, Liebschützberg und Niesky.
Die feinen Partikel können Experten zufolge tiefer in die Atemwege eindringen und die Lunge nachhaltig schädigen.
Die Hochdruck-Wetterlage der vergangenen Tage habe dazu geführt, dass die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen konnte und sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten konzentrierten, hieß es beim Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Der Feinstaub stamme etwa aus Abgasen beim Heizen und im Verkehr.
Den Meteorologen zufolge ist aber Abhilfe in Aussicht. Zu Wochenbeginn werde ein großflächiges Niederschlagsgebiet erwartet, das Regen und Schnee bringe. Dann würden solche Schadstoffe nicht nur aus der Luft gewaschen, sondern verschwinde auch der vorherige „atmosphärische Deckel“.
