Fünf Jahre nach dem Abschied von Claus-Eduard Hecker erhält die Landeskirche Braunschweig einen neuen Chef für alle ihre Kirchenmusiker und führenden Kopf für ihre musikalischen Aktivitäten. Thorsten Göbel trete zum 1. Februar seinen Posten als neuer Landeskirchenmusikdirektor an, teilt Kirchensprecher Michael Strauß mit. Mit der Hälfte seiner Stelle trete Göbel zudem die Nachfolge von Hans-Dieter Karras als Organist in Riddagshausen an. Die Kirchenregierung habe den 50-jährigen Musiker nach Auswahl durch ein Fachgremium berufen.

Göbel, geboren und aufgewachsen in Wiesbaden, war seit 2019 als Domkantor in Meißen tätig. Davor wirkte er als Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel sowie als Landtagsorganist am Landtag von Nordrhein-Westfalen. Sein Musikstudium absolvierte er seit 1995 in Frankreich an der Ecole Nationale Musique et Danse von Valence. 1996 folgte das Studium der Evangelischen Kirchenmusik an der Musikhochschule Würzburg mit dem Abschluss des A-Examens. 2002 beendete er außerdem erfolgreich ein Aufbaustudium im Fach Dirigieren/Orchesterleitung.

In Sachsen wurde Thorsten Göbel als „Tourismusheld“ ausgezeichnet

2023 wurde Göbel von der sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus als „Tourismusheld“ ausgezeichnet. Mit innovativen Formaten wie „Taschenlampenkonzerten“ im abgedunkelten Meißener Dom, der mit Orgelkonzerten kombinierten Radtour „Organ and Bikes“ sowie dem mysteriösen Orgelspaziergang „Organ and Crimes“ habe der Domkantor immer wieder Akzente gesetzt, die auch von Touristen gut angenommen würden, hieß es damals. 

Auch das Hochstift Meißen lobte „die exzellente Arbeit“ des Domkantors und hob insbesondere die Konzertreihe „Geistliche Abendmusik“ hervor, die Göbel in den Sommermonaten im Dom veranstaltet hatte. Werke für Orgel und Sinfonieorchester, Kammermusik in besonderen Besetzungen und Chorkonzerte bis hin zu Crossover-Formaten würden den gotischen Meißner Dom als vielfältigen Klangraum erlebbar machen.

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In der Landeskirche Braunschweig hatten die Propsteikantoren Gerald de Vries (Goslar) und Karsten Krüger (Bad Harzburg) das Amt des Landeskirchenmusikdirektors (LKD) gemeinsam für zunächst drei Jahre übernommen, nachdem Claus-Eduard Hecker vor fünf Jahren in den Ruhestand getreten war. Der LKD gilt als zentrale fachliche Autorität für Kirchenmusik innerhalb einer evangelischen Landeskirche. Er verantwortet die inhaltliche Ausrichtung, übt die Fach- und Dienstaufsicht über Kantoren, Organisten und Chorleiter aus, organisiert Aus- und Fortbildungen. Zudem werden von ihm künstlerische Impulse durch besondere musikalische Projekte, Veranstaltungen oder Kooperationen erwartet.

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