Borussia Mönchengladbach und Jonas Omlin – dieses Missverständnis ist beendet, zumindest vorläufig. Bayer Leverkusen leiht den Schweizer Keeper bis Saisonende aus. Nach Informationen von „Sky“ und „Bild“ wird es allerdings keine Kaufoption geben, sodass Omlin im Sommer zurück zu den Fohlen kehren könnte.
Doch ob das tatsächlich passiert, steht in den Sternen, denn die vergangenen Monate waren für den vierfachen Schweizer Nationalspieler alles andere als erfolgreich. Denn aus dem Transfer-Coup war bei Borussia Mönchengladbach schnell ein Flop geworden.
Endstation für Omlin in Gladbach
Omlin kam vor drei Jahren als Hoffnungsträger für knapp neun Millionen Euro und sollte das Tor der Borussia langfristig sichern. Doch die Realität sah anders aus: Verletzungen warfen den Keeper immer wieder zurück, und letztlich blieb er auch sportlich weit hinter den Erwartungen zurück. Gerade einmal 36 Pflichtspiele stehen für ihn in Gladbach zu Buche – angesichts des hohen Preises ein enttäuschendes Ergebnis. In der aktuellen Spielzeit stand er überhaupt nicht auf dem Platz. Trainer Eugen Polanski vertraut wie seine Vorgänger voll und ganz auf Moritz Nicolas, der in allen bisherigen 22 Saisonspielen zwischen den Pfosten stand.
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Die Gladbacher Verantwortlichen haben mit dem Verzicht auf Omlin längst Fakten geschaffen. Neben Nicolas sind Tiago Pereira Cardoso (19) und Altmeister Tobias Sippel (37) als weitere Torhüter im Kader. Doch auch diese beiden warten bislang vergeblich auf ihre Chance – Borussia geht konsequent mit festen Rollen ins Rennen.
Ein misslungener Neustart
Für Omlin bedeutete das Ende der vergangenen Spielzeit bereits, dass seine Chancen in Gladbach schwinden. Der Torhüter geriet in den Hintergrund, und selbst Gespräche mit Premier-League-Aufsteiger Sunderland, der einen Backup suchte, brachten keine dauerhafte Lösung. Leverkusen bietet nun vorübergehend eine neue Bühne, wobei sein Vertrag in Gladbach noch bis 2027 läuft – ein weiteres Zeichen für die unglückliche Situation, in der sich beide Seiten befinden.
Gladbach hat mit der Leverkusen-Leihe deutlich gemacht, dass man keine langfristigen Pläne mehr mit dem 32-Jährigen verfolgt. Nach seinem Medizincheck wird Omlin sich als zweiter Mann hinter Janis Blaswich beweisen müssen, der für den verletzten Stammkeeper Mark Flekken ins Tor rückt.
Auch spannend:
Für Borussia Mönchengladbach bedeutet der Abgang zumindest vorerst auch eine finanzielle Entlastung, da mit der Leihe Kosten eingespart werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Klub aus der Sache gelernt hat: Talente wie Pereira Cardoso sollen perspektivisch aufgebaut werden, während Nicolas als klare Nummer eins gesetzt ist. Die Ära Omlin kann als Missverständnis abgehakt werden – ein erneuter Anlauf im Sommer gilt selbst bei Rückkehr als unwahrscheinlich. Ganz offensichtlich geht Gladbach jetzt mit anderen Ambitionen und einem frischen Fokus in die Zukunft.