Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der Uni Duisburg-Essen und der Folkwang-Universität zu einem eintägigen Warnstreik auf. Am Mittwoch, 28. Januar, gibt es ab 10 Uhr eine Kundgebung und einen Protestmarsch rund um den Hochschul-Campus der Essener Uni zwischen Segeroth-, Gladbecker, Universitäts- und Grillostraße. Der Marsch beginnt vor der Mensa an der Ecke Universitäts-/Segerothstraße.

Die Polizei spricht von 250 prognostizierten Teilnehmenden, die der Veranstalter angemeldet hat. Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind die Tarifbeschäftigten der Hochschulen in Essen, außerdem der Hochschule Ruhr West (Mülheim). Das sind alle Beschäftigten, die nicht verbeamtet sind – also wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Angestellte in Technik und Verwaltung.

Mensen und Caféterien haben geöffnet

Hintergrund sind Tarifverhandlungen mit den Ländern. „Bundesweit werden in über 60 Städten Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen für ihre Tarifforderungen demonstrieren“, kündigt Verdi an.

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In Essen werden die Studierendenwerke an diesem Tag noch nicht bestreikt. Das bedeutet, dass Caféterien und Mensen regulär geöffnet haben. „Wir wissen nicht, ob der Lehr- und Forschungsbetrieb an diesem Tag eingeschränkt ablaufen wird“, sagte Isabelle Blume von der Gewerkschaft Verdi am Montag (26. Januar).

Demo startet vor dem Mensa-Eingang der Uni Duisburg/Essen

Klar ist auf jeden Fall, dass es rund um den Uni-Campus am nördlichen Rand der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kommen wird.

Zum Streik aufgerufen sind außerdem die Beschäftigten der Uni-Kliniken, auch in Essen. Dort finden nach Angaben der Gewerkschaft am Dienstag, 27. Januar, und am Mittwoch, 28. Januar, nur etwa die Hälfte der geplanten Operationen statt. Eine medizinische Notversorgung wurde vereinbart. In den Krankenhäusern geht der Warnstreik auch noch weiter und wird am Donnerstag, 29. Januar, fortgesetzt. Welche Bereiche der Uni-Klinik dann vom Streik betroffen sein werden, war am Montagnachmittag noch nicht klar.

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„Beschäftigte aus dutzenden Hochschulen setzen an diesem Tag ein starkes Zeichen in Richtung Arbeitgeber: Diese müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“, sagt Katharina Schwabedissen, die stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführerin. „Gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine starke Wissenschaft – dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“