
Mit klarem Fokus aufs Wesentliche haben sich Emilia Silberg und Christian Anker im Herzen Kopenhagens ihren persönlichen Ort der Ruhe und Entschleunigung geschaffen.
Gegenüber vom Kopenhagener Schauspielhaus liegt Papirøen, auch Paper Island genannt. Der ehemalige Industriestandort mit Lagerhallen für Kohle und Papier ist heute ein modernes Wohnviertel, in dem Christian Anker und Emilia Silberg ihr Zuhause gefunden haben.
Früher Industrieinsel, heute modernes Wohnviertel: Papirøen bietet luxuriöse Wohnungen mit Blick auf Hafen und Schauspielhaus.
© Mads Mogensen
Beide arbeiten im Social-Media-Bereich und schätzen das Wohnen auf kleinem Raum. „Unser Alltag ist laut und schnell“, sagt Christian. „Darum brauchen wir zu Hause Ruhe, Klarheit und Balance.“
Emilia ist Content-Creatorin und Model, Christian Gründer einer Modemarke und PR-Manager. In ihrem Apartment lassen sie den hektischen Alltag draußen und genießen Zeit zu zweit.
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Über mehrere Jahre hat er seinen Besitz auf das Wesentliche reduziert. Seine goldene Regel:
„Bei mir wird nichts im Keller gelagert. Wenn etwas nicht wichtig genug für die Wohnung ist, dann ist es gar nicht wichtig.“
Diese Einstellung zeigt sich in der Einrichtung: klare Linien, helle Flächen, keine unnötigen Möbel.
Im Wohnbereich mit „Camaleonda“-Sofa (B&B Italia) treffen dezente Farben auf gezielte Akzente. Fernseher und Soundanlage rücken mit schlankem Produktdesign und gekonntem Kabelmanagement in den Hintergrund – so bekommen sie dekorativen Charakter.
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Dafür stehen einige wenige Designerstücke und der Blick über den Hafen im Vordergrund. Smarte Technik unterstützt die Leichtigkeit: Licht, Musik und Temperatur werden per App gesteuert – so passt sich das Zuhause der Stimmung und Tageszeit an.
Die offene Küche schließt nahtlos an den Wohnbereich an. Materialien wie Travertin, Holz und schöne Stoffe machen’s wohnlich.
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Wohn- und Schlafzimmer sind durch einen Durchgang verbunden. Das lässt die Wohnung größer scheinen – und kein Türblatt nimmt kostbaren Platz weg.
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Zwischen Technik und Minimalismus schaffen sorgfältig platzierte Lichtquellen und Kerzenlicht eine warme Atmosphäre. Für Christian und Emilia ist die kleine Wohnung nicht nur Zuhause, sondern ein Ort des bewussten Lebens und ein Ruhepol im hektischen Alltag.
Gemeinsam hat das Paar Ästhetik und Funktionalität in Einklang gebracht. „Auf engem Raum zu leben, lässt uns bewusstere Entscheidungen treffen. Es ist befreiend, dass alles, was wir besitzen, einen Wert und Nutzen für uns hat“, sagt Christian.
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Christian schätzt die reduzierte Lebensweise, da sie zeigt, was wirklich von Bedeutung ist:
„Auf engem Raum zu leben, lässt uns bewusstere Entscheidungen treffen. Es ist befreiend, dass alles, was wir besitzen, einen Wert und Nutzen für uns hat.“
An das Schlafzimmer grenzt ein En-suite-Bad. Auf Nachttische hat das Paar bewusst verzichtet – dafür hat das Bett einen breiten Rahmen, auf dem ein Glas oder Buch bei Bedarf Platz findet.
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Klare Linien und durchdachte Stauraumlösungen sorgen für eine ruhige Atmosphäre und bieten Platz für Kosmetik und Badtextilien. Ein großformatiger Spiegel schafft zusätzliche Weite im Raum.
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4 Tipps, die kleinen Räumen wahre Größe verleihen:
- Weniger ist mehr: Ausmisten kann befreiend sein – für Sie und Ihren Wohnraum! Das Ambiente wird insgesamt ruhiger, und mit wenigen, besonderen Stücken wirkt selbst ein kleiner Raum großzügig.
- Platz mit System: Deckenhohe Schränke, Sitzbänke mit Stauraum und Bett- oder Sofakästen – hier lassen sich die weniger schönen, aber wichtigen Dinge des Alltags ganz unauffällig verstecken.
- Je heller, desto großzügiger: Wände in Weiß oder Creme, helle Möbel und mehrere kleine Lichtquellen anstatt einer großen Leuchte weiten Räume optisch.
- Smart und einfach: Smart-Home-Systeme brauchen nicht viel Platz. Eine geringere Anzahl an Zimmern, Heizkörpern und Leuchten machen die Anschaffung von smarter Technik deutlich günstiger und die Steuerung übersichtlicher.
Der Grundriss
Der Eingang zur Wohnung liegt in der offenen Küche. Bodentiefe Fenster lenken den Blick zum Hafen. Der große Balkon erstreckt sich über die volle Wohnungsbreite.
© Aaron Wessels
Der Eingang zur Wohnung liegt in der offenen Küche. Bodentiefe Fenster lenken den Blick zum Hafen. Der große Balkon erstreckt sich über die volle Wohnungsbreite.
Produktion: Martina Hunglinger
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