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Was ist das für eine Sensation bei der Handball-EM.

In der Hauptrunde im dänischen Herning schlägt Spanien den großen Favoriten Frankreich 36:32 (20:14), der nach der Niederlage gegen Dänemark die zweite Klatsche kassiert und nun gar ums Halbfinale zittern muss. Das feiern auch die dänischen Fans in der Halle, die sich bereits auf das nächste Abend-Spiel gegen Deutschland vorbereiten. Beide Teams haben nun selbst beste Chancen auf das Halbfinale.

Spanien schlägt Titelverteidiger Frankreich

Die Fans trauen ihren Augen kam. In Hälfte eins spielen die Spanier den Titelverteidiger nahezu an die Wand. Die Franzosen haben Probleme mit der offensiven 5:1-Deckung, mit Ian Barrufet als vorgezogene Spitze. Ein verwandelter Siebenmeter von Hugo Descant bringt zwar trotzdem die erstmalige Führung für den Favoriten zum 8:7 (14.). Doch dann klappt nicht mehr viel. Vor allem Dika Mem, künftiger Superstar der Füchse Berlin, steht völlig neben den Schuhen. Er bleibt vor der Pause ohne Treffer.

Foto: BILD

Mit dem Pausenpfiff wirft Alex Dujshebaev, der als Neuzugang beim THW Kiel und dem VfL Gummersbach gehandelt wird, das sensationelle 20:14 für Spanien heraus. Die Tormaschinen der Franzosen gestoppt! Und das von einer Mannschaft, die in der Hauptrunde bisher punktlos war und von Deutschland in der Vorrunde geschlagen wurde.

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Ein 4:0-Lauf hin zum 23:20 (42.) bringt Frankreich ins Spiel zurück. Die Spanier jetzt nicht mehr so konsequent im Abschluss. Und hinten ruppig. Abel Serdio fällt Aymeric Minne, der krachend auf dem Rücken landet. Tat schon beim Hinsehen weh. Zwei Minuten muss der Spanier auf die Bank.

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Quelle: DYN26.01.2026

Dann ist auch der Anschluss da. Thibaud Briet macht das 26:25 (48.). Doch mehr ist diesmal nicht drin. Beim 33:28 (55.) sind die Franzosen geschlagen, wobei Magdeburgs Star-Torwart Sergey Hernandez (am Ende 14 Paraden) einen großen Anteil daran hat.

Unschöne Szene zum Schluss: 22 Sekunden vorm Ende rempelt Dylan Nahi den Spanier Abel Serdio so böse um, dass der sich das rechte Knie verdreht. Er kann zum Glück selbstständig wieder aufstehen und schimpft wie ein Rohrspatz auf Nahi, der eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert.

Der Sieg dürfte die Schmerzen für den Spanier erheblich mindern.