Halbwegs heimlich, aber auf jeden Fall still und leise hat die Stadt Düsseldorf damit begonnen, eine neue Fahrradstraße einzurichten. Zuerst hatte Antenne Düsseldorf berichtet.
Ein Sprecher der Stadt bestätigte unserer Redaktion, dass unter anderem die Kirchfeldstraße, die zwischen Friedrichstadt und Unterbilk verläuft, zur Fahrradstraße werden soll. „Geplant ist die Einrichtung einer Fahrradstraße im gesamten Verlauf der Düsselstraße, Kirchfeldstraße – von Kronprinzenstraße bis Hüttenstraße – und der Remscheider Straße“, so der Sprecher.
Dabei werde der Abschnitt auf der Kirchfeldstraße zwischen Friedrichstraße und Elisabethstraße bereits vorgezogen umgesetzt. Bereits seit Ende vergangenen Jahres sei dieser Bereich provisorisch als Fahrradstraße ausgewiesen. Die „unterstützende Markierung sowie die Optimierung der Beschilderung wird Anfang 2026 ausgeführt“, so der Sprecher weiter. Für die weiteren Abschnitte sei der Beginn der Umsetzung für Ende 2026 vorgesehen.
Weitere Angaben machte die Stadt dazu nicht, auch auf die Frage, ob bauliche Änderungen vorgesehen seien, antwortete der Sprecher nicht. Dabei waren solche wohl – neben dem möglicherweise notwendigen Wegfall von Pkw-Parkplätzen – eine besondere Schwierigkeit bei der Einrichtung. Bezirksbürgermeister Thorsten Graeßner (Grüne) sagt jedenfalls, er sei froh, dass die Fahrradstraße nun endlich komme, offene rechtliche Fragen seien anscheinend geklärt worden. Viel mehr wisse er dazu allerdings nicht.
Debattiert worden war zuvor auch der mögliche Wegfall von Parkplätzen in dem Bereich. Augenscheinlich fehlen diese bislang aber nicht, offenbar wurde eine andere Lösung gefunden – oder entsprechende Arbeiten starten erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Graeßner sagt: „Das wichtigste ist, das wir die Straße jetzt kriegen und Radfahrer dort Vorrang haben.“ Wichtig sei das Projekt insgesamt für den Radverkehr zwischen Oberbilk und Unterbilk. „Da fahren unheimlich viele Radfahrer. Das ist eine gute Strecke“, so Graeßner. Das gelte auch, weil diese vollständig neben den Hauptstraßen entlang führt.
Eine Bitte an die Verwaltung hat Graeßner dazu allerdings noch. An der Kirchfeldstraße befindet sich die Grundschule Regenbogenschule. Dort müsse aufgepasst werden, besonders wenn morgens und nachmittags die Kinder gebracht und abgeholt werden. „Ich gehe davon aus, dass das bedacht wird. Es muss ein sicherer Weg für Schülerinnen und Schüler gewährleistet sein“, so Graeßner.