Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Dienstag anlässlich des Holocaust-Gedenktags an die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus erinnert. Im Landtag wurde eine Gedenkstunde abgehalten. Geplant sind ferner Gottesdienste und Kranzniederlegungen. So werden an der Dresdner Kreuzkirche die Namen jüdischer Opfer verlesen, die einst in der Landeshauptstadt lebten.

Landtagspräsident betont die historische Verantwortung

Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) sagte vorab: „Geschichte und Gegenwart lassen sich nicht trennen: Der Holocaust war ein Massenmord ungeheuren Ausmaßes und die Aufhebung jeglicher Menschlichkeit.“

Das Gedenken an die Opfer und die Verantwortung für das jüdische Leben in Deutschland bleibe „zeitlose und zentrale Aufgaben für unser Land“ . Jüdische Religion und jüdisches Leben gehörten fest zu Sachsen. „Ich wünsche mir, dass jüdisches Leben auf Dauer im Freistaat noch sichtbarer wird.“

Bronzetafel in Plauen

Am Gedenkort der ehemaligen Synagoge in Plauen wird eine neue Bronzetafel enthüllt. In Torgau erinnert die Stiftung Sächsische Gedenkstätten mit einer Sonderausstellung auf dem Marktplatz an die Verfolgten. In der Gedenkstätte Großschweidnitz in der Oberlausitz wird ein neues Schaudepot eröffnet mit mehr als 130 restaurierten Grabsteinen von Patienten, die in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt ermordet wurden.