Insgesamt 340 Medizinstudentinnen und -studenten der Uni Leipzig trainieren seit Dienstag für drei Tage, wie sie in Katastrophenfällen Menschenleben retten können. Die Herausforderungen sind groß: Gemeinsam mit der Feuerwehr müssen die Studierenden Verletzte mit einer Drehleiter von einem zwölf Meter hohen Hallendach oder aus einem Schacht mithilfe einer Strickleiter retten.
Wie Martin Neef, Kursdirektor des Notfall-Akut-Medizintrainings der Uni, MDR SACHSEN sagte, üben die angehenden Ärzte insgesamt neun verschiedene Szenarien der Notfallmedizin. Für viele ist es das erste Mal, dass Medizin nicht im Hörsaal, sondern unter Stress, Lärm und Zeitdruck stattfindet, erzählt ein Teilnehmer.
Gut vorbereitet für echte Katastrophen
Auch eine fiktive Bombenexplosion wird geübt – ein sogenannter Massenanfall von Verletzten. Die Studierenden erleben bei den Workshop verschiedene Rollen: Notarzt, Rettungssanitäter und auch Verletzte. Das Training orientiert sich an aktuellen Entwicklungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Notfallmedizin. Veranstaltet wird es vom Landesverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, auch die Johanniter und die Feuerwehr Leipzig sind dabei.
Um die Übungsszenarien erfolgreich zu meistern, reicht medizinisches Wissen allein nicht, findet Daniel Bortenreuter vom ASB Landesverband Sachsen. Aus seiner Sicht kommt es auch auf Teamwork und Kommunikation an: „Unser Anliegen ist es den Studierenden zu demonstrieren, was auf sie in ihrer Berufspraxis warten kann, sie hierfür zu sensibilisieren und darzustellen, wie sie als Notärzte mit den anderen Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten.“