Im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst an Unikliniken haben auch Beschäftigte des Universitätsklinikums Halle an Warnstreiks teilgenommen. Der Betrieb sei davon allerdings nicht beeinträchtigt gewesen, teilte ein Sprecher der Klinik mit. Aufgerufen zu dem Arbeitskampf hatte die Gewerkschaft Verdi. Insgesamt waren 22 Einrichtungen in ganz Deutschland betroffen.
In Halle beteiligten sich nach Angaben eines MDR-Reporters etwa 30 bis 40 Mitarbeitende der Frühschicht an dem Streik, darunter Pfleger, OP-Schwestern und Hebammen. Im Anschluss soll die Spätschicht den Streik fortführen. Bereits im Vorfeld hieß es, die Notfallversorgung sei gesichert. Womöglich würden geplante OP-Termine aber verschoben.
Verdi fordert für Klinikmitarbeiter mindestens 300 Euro mehr
Hintergrund des Warnstreiks ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder. Ver.di fordert für die Klinikmitarbeiter unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Auszubildende sollen 200 Euro mehr bekommen und unbefristet übernommen werden. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen als unbezahlbar abgelehnt.
Auch die Arbeitszeiten an den Unikliniken sollen nach dem Willen der Gewerkschaft angeglichen werden. 36 Jahre nach der Wende wird an den Ostdeutschen Unikliniken pro Woche anderthalb Stunde mehr gearbeitet. Die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt ist für den 11. bis 13. Februar geplant.