
Die Chemnitzer Bundesliga-Basketballer verpassen im Eurocup einen großen Schritt Richtung Playoffs. In Podgorica lassen sie nach verheißungsvollem Beginn dramatisch nach.
Basketball-Bundesligist Niners Chemnitz hat im Kampf um die Playoffs im Eurocup einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Rodrigo Pastore verlor beim montenegrinischen Serienmeister Budućnost Podgorica klar mit 81:97 (44:60). Kostja Mushidi war mit 19 Punkten der beste Werfer der Niners, die trotz der achten Niederlage im 16. Spiel vorerst Rang sechs behaupteten.
Niners kühlen nach heißem Start merklich ab
Die Niners Chemnitz starteten selbstbewusst in die Partie und setzten früh Akzente von außen. Die ersten drei Würfe, allesamt von hinter der Dreierlinie, waren drin (3., 2:9). Doch die Gastgeber fanden zunehmend über zweite Chancen nach offensiven Rebounds ins Spiel zurück. Bis zur Viertelpause war der Chemnitzer Vorsprung auf einen Punkt zusammengeschmolzen (10., 29:30).
Und es sollte noch schlimmer kommen. Im zweiten Abschnitt drehte Budućnost die Intensität spürbar nach oben. Chemnitz verlor offensiv komplett den Rhythmus und blieb minutenlang ohne Korberfolg. Ein 10:0-Lauf der Gastgeber sorgte für die bis dahin höchste Führung eines Teams in diesem Spiel (15., 44:35). Zwar verkürzten die Niners mit sechs schnellen Punkten noch einmal (18., 51:38), doch Skylar Mays (22 Punkte) antwortete eiskalt: Mit zwei tiefen Dreiern kurz vor der Pause sorgte er für den deutlichen Halbzeitvorsprung der Hausherren (20., 60:44).
Budućnost im Stile einer Spitzenmannschaft
Nach dem Seitenwechsel machte Budućnost sofort klar, dass man nichts anbrennen lassen wollte. Ein schneller 7:2-Lauf nahm Chemnitz früh die Hoffnung auf ein Momentum (22., 67:46). Zwar fanden die Niners vereinzelt Lösungen, doch jeder kleine Ansatz wurde umgehend gekontert. Die Sachsen entschieden das dritte Viertel am Ende knapp für sich, doch der Rückstand blieb deutlich (30., 78:65).
Im Schlussabschnitt verwaltete Podgorica das Spiel souverän. Beim Stand von 97:77 (37.) rotierten die Trainer ihre Stammkräfte aus dem Spiel, die Garbage-Time begann.
sbo/dpa