Im öffentlichen Nahverkehr in Augsburg könnte es in absehbarer Zeit zu Warnstreiks kommen, nachdem die Tarifgespräche zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem kommunalen Arbeitgeberverband bisher zu keinem Ergebnis geführt haben. Bis zur nächsten Runde am 13. Februar sei in Bayern mit „massiven Warnstreiks“ zu rechnen, so Verdi. Zum Zeitpunkt von Warnstreiks äußerte sich Verdi noch nicht – man wolle das weitere Vorgehen mit den Beschäftigten in den bayerischen Verkehrsunternehmen besprechen.
Wenn gestreikt wird, steht der Nahverkehr in Augsburg komplett
Die Augsburger Stadtwerke haben an Streiktagen in der Vergangenheit darauf verzichtet, noch ein Notangebot zu fahren, obwohl einige Fahrer nicht am Streik teilnahmen. Da immer bis zuletzt unklar sei, welche am jeweiligen Tag zum Dienst eingeteilten Fahrer mitstreiken, lasse sich ein halbwegs verlässliches Rumpfangebot nicht planen. Anders als etwa in München haben die Augsburger Stadtwerke ihre Buslinien nur in einigen Ausnahmen an Fremdfirmen vergeben, sodass ein Warnstreik bei den kommunalen Arbeitgebern in Augsburg immer voll einschlägt. Zuletzt hatte es in der Tarifrunde 2023 Streiks im Augsburger Nahverkehr gegeben.
Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie den Wechsel von einer 38,5-Stunden-Woche auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Ohne bessere Arbeitsbedingungen werde man angesichts des Fahrermangels keinen guten Nahverkehr hinbekommen, so Verdi. (skro)


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