• Schnee setzt wieder ein – es bleibt rutschig.
  • Bielefelder arrangieren sich gut mit dem Winterwetter.
  • Es wird vor Glättegefahr durch gefrierenden Regen gewarnt.

Bielefeld. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist auf kommende Niederschläge im Westen und Südwesten hin. Dabei kann es vorübergehend zu gefrierendem Regen mit Glatteisgefahr kommen.

Laut DWD nimmt die Glatteisgefahr im Laufe des Tages ab, Schnee fällt allerdings weiter. In der Nacht zum Donnerstag erwartet der DWD weiter Glätte durch Neuschnee, vereinzelt auch durch gefrierenden Sprühregen oder überfrorene Nässe.

Grundsätzlich wird empfohlen, Auto und Fahrrad stehen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Während der Autoverkehr erwartungsgemäß lahmen wird in der Stadt, fährt es sich zum Beispiel mit den Stadtbahnlinien deutlich pünktlicher und sicherer durch die Stadt.

Unfallgeschehen in Bielefeld – überschaubar

Allerdings scheinen sich die Bielefelder im Großen und Ganzen sehr gut mit dem Wetter arrangiert zu haben. Nach Angaben von Sarah Siedschlag, Sprecherin der Polizei Bielefeld, hat es in den frühen Morgenstunden des 28. Januars, lediglich einen Unfall mit Blechschaden gegeben. Und das kann ja auch erst mal so bleiben.

Lesen Sie dazu: Warum die Bielefelder Stadtbahn auch bei Eisregen und Schnee nicht ausfällt

Spoiler zur Leseempfehlung: Zum Wochenstart war es mal wieder so weit: Straßen und Wege waren zugeschneit und rutschig, die Unfälle häuften sich, Autofahrer standen im Dauerstau – und es schneite kontinuierlich weiter. Geduld war auch im Öffentlichen Nahverkehr gefragt; viele Busse steckten ebenfalls fest. Nur die Stadtbahnen fuhren unbehelligt (und zumeist pünktlich) – und waren für so manchen Bielefelder die einzige Chance, einigermaßen problemlos zur Arbeit zu gelangen. Ein Komplett-Stillstand ist bei den Bahnen Jahre her. Das hat seinen Grund.


Die Karte des Deutschen Wetterdienstes zeigt, dass Bielefeld im Bereich mit zu erwartender Eisglätte liegt. - © Screenshot: NW

Die Karte des Deutschen Wetterdienstes zeigt, dass Bielefeld im Bereich mit zu erwartender Eisglätte liegt.
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Polizei Bielefeld sucht Fahrer eines 5er BMW

Den einzigen nennenswerten Sachschaden, der mutmaßlich der Straßenglätte geschuldet ist, meldet die Polizei am Dienstagmittag. Der Fahrer eines 5er BMW ist in der Nacht mit einem Straßenschild auf der Herforder Straße kollidiert und hat anschließend das Weite gesucht. Polizisten stellten den Schaden gegen 5.45 Uhr fest. Den Unfallspuren nach befuhr der Verursacher die Herforder Straße Richtung Innenstadt und wollte nach rechts in die Nahariyastraße abbiegen. Dabei verlor er die Kontrolle, überfuhr die Querungshilfe und kollidierte mit dem dortigen Verkehrsschild. Es blieben Fahrzeugteile zurück, die auf einem 5er BMW schließen lassen.


Der einzige bekannte, nennenswerte Sachschaden ist am frühen Dienstagmorgen auf der Herforder Straße entstanden. Der Fahrer hat Unfallflucht begangen und wird gesucht. - © Polizei Bielefeld

Der einzige bekannte, nennenswerte Sachschaden ist am frühen Dienstagmorgen auf der Herforder Straße entstanden. Der Fahrer hat Unfallflucht begangen und wird gesucht.
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Große Schneemengen bringen Staus und Blechschäden

Der Schnee von Montag war angekündigt, und viele Bielefelder haben sich im Berufsverkehr darauf eingestellt. Dennoch war am Montagmorgen, 26. Januar, an vielen Stellen in der Stadt Geduld gefragt. Auch und gerade auf den Bergstrecken kamen Fahrer und Fahrzeuge an ihre Grenzen. Auf den Autobahnen A2 und A33 rund um Bielefeld hat sich seit 10 Uhr die Lage deutlich entspannt. Die Polizei Bielefeld meldete am Morgen (Stand 10.50 Uhr) etwa 30 Unfälle im Stadtgebiet, bis zum Abend (Stand 17.50 Uhr) erhöhte sich die Zahl auf 43 Wetter bedingte Unfälle in der Stadt und auf den umliegenden Autobahnen. Dabei wurden jeweils einmal Personen verletzt, die restlichen Unfälle endeten mit Blechschäden.

Immer aktuell: So ist die winterliche Lage in ganz OWL

Die ersten Unfallmeldungen erreichten die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei kurz nach 6 Uhr. Etwa um 6.20 Uhr war ein Auto an der Bekelheider Straße in Windflöte in den Graben gerutscht. Eine Person wurde hierbei leicht verletzt, berichtet Polizeisprecher Fabian Rickel. Um 7.20 Uhr rutschte an der Spandauer Allee ein Linienbus in einen geparkten Pkw – zum Glück nur leichter Sachschaden auf beiden Seiten. Gegen 10 Uhr prallten ein Lkw und ein Pkw an der Herforder Straße (Höhe Wallbrede) gegeneinander. Auch hier gab es keine Verletzten zu beklagen.

Winterdienst kommt selbst ins Rutschen

Um 14.45 Uhr war dann der Winterdienst selbst betroffen. Das eigentlich winterfeste Fahrzeug war an der Klashofstraße in Senne ins Rutschen geraten und gegen eines der seitlich geparkten Fahrzeuge geprallt. Wie die Polizei um 15 Uhr mitteilte, hatte sich das Unfallgeschehen über den Tag hinweg in der Stadt aber beruhigt. Kurze Zeit später ereignete sich dann aber noch ein folgenschwerer Unfall in Bielefeld-Brackwede. Dort stieß ein BMW mit einem Bus zusammen. Ob dies allein der Schneeglätte geschuldet war, ist offen. Im Fahrzeug fand die Polizei auch Lachgas.


Cleverer ist womöglich heute der Weg per Schlitten durch die Stadt -- hier am Siegfriedplatz. - © Sarah Jonek

Cleverer ist womöglich heute der Weg per Schlitten durch die Stadt — hier am Siegfriedplatz.
| © Sarah Jonek

Auf den ostwestfälischen Autobahnen gab es vor allem am Vormittag Behinderungen. Bis 7.50 Uhr hatten sich hier bereits zehn Unfälle ereignet (zwei Personen wurden leicht verletzt). Bis am Vormittag zumindest im Bereich Bielefeld „fast alles wieder normal voranging“, heißt es. Lediglich weiter Richtung Norden, kurz vor Herford, stocke es noch. Kaum hatte die Polizei von dieser Beruhigung berichtet, soll es anschließend vor allem im Bereich der Autobahnen wieder mehrfach gekracht haben. „Hier kommt zu den winterlichen Straßenverhältnissen ja auch die hohe Geschwindigkeit dazu“, sagte eine Polizeisprecherin.

Auto mit Schwangerer rammt zehn Elemente Mittelschutzplanke

Im morgendlichen Berufsverkehr hatte sich ein größerer Unfall auf der A2 zwischen Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück ereignet. Hierbei wurde eine schwangere Autofahrerin leicht verletzt. Die Polizei musste eine Fahrspur sperren. Der Wagen der Frau war offenbar über eine längere Strecke gegen die Mittelleitplanke gerutscht. Insgesamt zehn Elemente der Schutzplanke wurden beschädigt.

Auf der parallel zur A2 verlaufenden L751 von der Detmolder Straße (B66) in Richtung Süden hat sich die Situation ebenfalls entspannt. Morgens hatte es Wartezeiten von einer Stunde bis zum Kreuzkrug in Schloß Holte-Stukenbrock gegeben. Gegen 10 Uhr war zudem noch ein Lkw auf der Lageschen Straße (B66) auf Höhe des Ostrings in einen Graben gerutscht. Weiter Richtung Scherenkrug-Kreuzung machte noch ein Lkw Probleme.

Auch auf der A33 ging es gut zwei Stunden zwischen dem Kreuz Bielefeld bis zum Kreuz Wünnenberg-Haaren ebenfalls nur sehr langsam voran. Gegen 6.20 Uhr war ein Wagen zwischen den Anschlussstellen Sennelager und Schloß Neuhaus (Kreis Paderborn) gegen ein Verkehrsschild geprallt. Gegen 8.30 wurde ein Unfall hinter der Anschlussstelle Stukenbrock-Senne (beides Fahrtrichtung Paderborn) gemeldet, der Auswirkungen auf alle Fahrspuren gehabt haben soll. Später kam noch ein Unfall in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen dem Kreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Bielefeld-Zentrum dazu.

Erneuter Wintereinbruch in Bielefeld

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Mobiel meldet Beeinträchtigungen auf nahezu allen Linien

Die Bielefelder Verkehrsbetriebe Mobiel meldeten am Morgen auf einer Vielzahl ihrer Linien Verspätungen und Fahrtausfälle. Vor allem die Busse standen selbst im Stau oder durch ihr Gewicht vor unüberwindlichen Herausforderungen aus Schnee und Eis. ÖPNV-Nutzer wurden deshalb dazu aufgerufen, sich vor Fahrtantritt unbedingt zu informieren, ob sie mit ihrer Linie zum Ziel kommen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetriebes hatten um 3 Uhr früh erste Kontrollfahrten gemacht und sofort das gesamte Einsatzteam alarmiert. Seit 4 Uhr morgens fuhr der Winterdienst im Volleinsatz, wie Malin Stuckmann, Sprecherin des Umweltbetriebes, mitteilte.


Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneefall bis in den Mittagsstunden. Später wurde die Meldung bis 17 Uhr verlängert. - © Screenshot: NW

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneefall bis in den Mittagsstunden. Später wurde die Meldung bis 17 Uhr verlängert.
| © Screenshot: NW

Zunächst seien die Hauptverkehrsstraßen, die Straßen der Streustufe I, geräumt worden. Ab 7 Uhr kamen weitere wichtige Verkehrsachsen in Bielefeld dran. Seit 10 Uhr seien die Kolleginnen und Kollegen auch auf Strecken der Streustufe III im Einsatz. Da es aber den ganzen Tag über weiter schneite, gab es kein echtes Ende. Die Betriebsmeister seien weiterhin auf Kontrollfahrt, um die Räum- und Streudienste entsprechend zu dirigieren. Der Deutsche Wetterdienst meldet weiterhin Glätte und Frost bis minus 5 Grad. Speziell am Donnerstag erwarten die Meteorologen reichlich neues Futter für Rodel- und Winterfans. Im Nordosten Nordrhein-Westfalens werden dann neue Schnee- oder Schneeregen-Schauer erwartet.

Glatteis in OWL: Drei Tote bei Unfallserie auf eisglatter A44 im Kreis Paderborn – Vollsperrung