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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker. Russlands Verluste steigen, Putin verliert weiter Soldaten. Kiew hat erneut Russlands Wirtschaft attackiert.

Kiew – Update, 28. Januar, 9:35 Uhr: US-Verteidigungsexperten gehen von mindestens 400.000 getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg aus. Mit mindestens 325.000 toten Soldaten habe die russische Seite die deutlich höheren Verluste, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS). Auf ukrainischer Seite wurden demnach bis zum Ende des vergangenen Jahres mindestens 100.000 Soldaten getötet.

Hinzu kämen Hunderttausende Verletzte und Vermisste: Auf russischer Seite sind es den CSIS-Schätzungen zufolge mindestens 900.000 Menschen. Mindestens 400.000 Menschen wurden demnach auf ukrainischer Seite verletzt oder werden vermisst. Bis zum Frühling würden vermutlich Zehntausende weitere Soldaten auf beiden Seiten getötet und verletzt.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote bei russischen Angriffen in der Region Kiew

Erstmeldung: Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen südöstlich der ukrainischen Hauptstadt getötet worden. Das erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, heute (28. Janaur) Morgen auf Telegram. Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Armee greift Zug an

Gestern hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew mindestens zwölf Menschen getötet. Fünf Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in Charkiw ihr Leben.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die UkraineKampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden Fotostrecke ansehenSelenskyj nach Zugangriff: „Reiner Terrorismus“

Die Attacken würden die derzeit laufende Diplomatie „untergraben“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Bei dem Drohnenangriff auf den Zug seien vier Menschen getötet worden. Er ‌warf Russland deshalb „Terrorismus“ vor, wie Reuters berichtet. „In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso bewertet werden – als reiner Terrorismus“, schrieb er auf Telegram.

Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk.Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk. © IMAGO/Stanislav KrasilnikovSelenskyj will direkt mit Putin verhandeln

Die am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen nach Angaben Washingtons und Kiews am Sonntag (1. Februar) in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fortgesetzt werden.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj will mit Putin auch über besetztes AKW reden

Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal Jewropejska Prawda.

Dabei gehe es um Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Russlands Verluste an Soldaten leicht gesunken

Derweil sind Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter gestiegen. Laut Informationen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook hat Putins Armee im Verlauf der vergangenen 24 Stunden 690 Soldaten verloren. Sehr häufig sind es mehr als 1000 Soldaten täglich. Bereits am Vortag waren es weniger als 1000 Soldaten gewesen.

Die gesamten Verluste seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 betragen demnach etwa 1236.570 Kämpfer. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)