Die Verdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zwei Männer versuchen, einen 23-Jährigen zu überreden, ihnen ein Zugticket in die Schweiz zu kaufen. Der Mann wird misstrauisch und ruft die Polizei.
Zwei Männer im Alter von 20 und 23 Jahren sollen am vergangenen Freitag versucht haben, einen 23-jährigen Reisenden am Stuttgarter Hauptbahnhof zu betrügen. Bei der anschließenden Kontrolle stellten Polizisten fest, dass zumindest einer der beiden Verdächtigen in der Vergangenheit durch ähnliche Taten in Erscheinung getreten war. Die beiden mutmaßlichen Betrüger sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor der Betrugsmasche, die in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach vorkam.
Wie die Polizei mitteilt, sprachen die beiden Männer den 23-Jährigen gegen 12.30 Uhr am Querbahnsteig des Hauptbahnhofs Stuttgart an und versuchten, ihn davon zu überzeugen, ihnen an einem Fahrscheinautomaten ein Zugticket in die Schweiz zu kaufen. Außerdem sollen sie dem 23-Jährigen versprochen haben, ihm das Geld zeitnah per Überweisung zurückzuzahlen. Da dem Mann die Vorgehensweise der beiden dubios vorkam, kaufte er ihnen keinen Fahrschein und informierte eine Streife der Bundespolizei über den Sachverhalt.
Bundespolizei warnt vor Betrugsmaschen
Die Polizisten konnten die Tatverdächtigen noch am Hauptbahnhof antreffen und den polizeilichen Maßnahmen unterziehen. Im Rahmen der ersten Ermittlungen wurde bekannt, dass einer der beiden bereits durch zwei ähnlich gelagerte Taten polizeilich in Erscheinung getreten war. In beiden Fällen wurde das geliehene Geld nicht an die gutgläubigen Geber zurücküberwiesen.
Auf Weisung der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden beide Tatverdächtige vorläufig festgenommen und am vergangenen Samstag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser schickte die Männer anschließend in ein Gefängnis.
Laut Samuel Rosenberger, Sprecher der Bundespolizei Stuttgart, kam es in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrere Male zu ähnlichen Fällen. Hierbei bedienen sich die Betrüger zweier unterschiedlicher Maschen. Zum einen fragen die Täter ihre potenziellen Opfer ganz plump, ob sie ihnen Bargeld ausleihen könnten, das sie zu einem späteren Zeitpunkt über Paypal oder über eine Überweisung zurückbekommen sollen. Erfolgreicher sollen die Täter allerdings mit der Masche des Zugtickets sein. In diesem Fall nehmen die Betrüger das Ticket an sich und gehen zum nächsten Reisezentrum der Bahn, um das Ticket zu stornieren und im Gegenzug das Bargeld zu erhalten.
„In keinem der Fälle, die wir dokumentiert haben, erhielten die Opfer jemals ihr ausgelegtes Geld zurück“, erklärt Rosenberger und bittet Reisende, stets wachsam und misstrauisch zu sein. Geschädigte sowie Zeugen eines solchen Betrugs können sich unter der Telefonnummer 0711/55049-1020 bei der Bundespolizei melden.