Das US-amerikanische Robotaxi-Unternehmen Waymo gab am Mittwoch bekannt, dass es anstrebt, seinen vollständig fahrerlosen Ride-Hailing-Dienst bis zum vierten Quartal 2026 in London einzuführen.

Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft des Google-Mutterkonzerns Alphabet, hat sich in den Vereinigten Staaten trotz strenger Vorschriften und kostspieliger Technologie langsam, aber stetig entwickelt, was es ihm ermöglicht, eine Ausweitung seiner Präsenz im Ausland ins Auge zu fassen.

Ben Loewenstein, Leiter für Politik und Regierungsangelegenheiten für das Vereinigte Königreich und Europa bei Waymo, stellte den Zeitplan bei einem Briefing in London vor. Das Unternehmen hatte zuvor bereits angekündigt, dass der Start für 2026 geplant sei.

Die britische Regierung, die das Vereinigte Königreich als Vorreiter im Bereich autonomer Fahrzeugtechnologien positionieren möchte, arbeitet an einem regulatorischen Rahmen, um einen sicheren Einsatz der Technologie auf britischen Straßen zu gewährleisten. 

Sie schätzt, dass der Sektor 38.000 Arbeitsplätze schaffen und das Potenzial einer Branche erschließen könnte, die bis 2035 auf einen Wert von bis zu 42 Milliarden Pfund (£42.000.000.000, etwa $57.860.000.000) für die britische Wirtschaft geschätzt wird.

Waymos Expansionspläne erfolgen zudem zu einer Zeit, in der das Thema Künstliche Intelligenz das Interesse der Investoren verstärkt und der Wettbewerb auf dem Markt zunimmt. Das von Uber unterstützte Start-up Wayve wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in London starten.

Der größte Konkurrent, Tesla unter der Leitung des Milliardärs Elon Musk, hat prognostiziert, dass bis Ende 2026 Millionen seiner Robotaxis auf den Straßen unterwegs sein werden. Der Elektroautohersteller setzte im Juni vergangenen Jahres erstmals fahrerlose Taxis in den Vereinigten Staaten ein.

($1 = 0,7260 Pfund)