Verantwortliche wehren sich

Tierrechtsorganisation erhebt Vorwürfe gegen Pferdeshow

28.01.2026 – 16:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Ausschnitt aus "Cavalluna – Tor zur Anderswelt": Die Pferdeshow kommt nach Hannover.Vergrößern des Bildes

Ausschnitt aus „Cavalluna – Tor zur Anderswelt“: Die Pferdeshow kommt nach Hannover. (Quelle: Maximilian Koch/imago)

Die „Cavalluna“-Pferdeshow kommt nach Hannover. Vorab sorgt eine Tierrechtsorganisation mit Vorwürfen für Kontroversen.

Die Pferdeshow „Cavalluna – Tor zur Anderswelt“ hat viele Fans. Die Tierrechtsorganisation Peta gehört allerdings nicht dazu: Bevor die Veranstaltung ab Samstag drei Tage in der ZAG Arena in Hannover gastiert, erhebt die Organisation schwere Vorwürfe.

Videomaterial aus dem aktuellen Programm soll demnach zeigen, wie die Showpferde in enge Kopf-Hals-Positionen gezwungen werden, sogenannte Rollkuren. Diese würden die Tiere in Sicht und Atmung hemmen – Peta spricht von tierschutzwidrigen Trainings- und Präsentationsmethoden.

Darüber hinaus wirft sie den Machern vor, die Pferde müssten riskante Kunststücke ausführen, unter anderem mit Feuer und grellen Lichteffekten. Auch die Nähe einzelner Reitteams zu umstrittenen Stierkampftraditionen kritisiert die Organisation. „Bei Cavalluna leiden die Pferde weiter, vor den Augen des vermeintlich ‚tierlieben‘ Publikums“, so Petas Urteil in einer Pressemitteilung.

Die Verantwortlichen von „Cavalluna“ weisen die Vorwürfe hingegen entschieden zurück. Kritische Stimmen von Peta bezüglich der Pferdehaltung erreichten das Unternehmen immer wieder, heißt es in einer Stellungnahme. Doch die „vermeintlichen Fakten“ könne man so nicht stehen lassen. „Das Wohl der Tiere hat immer oberste Priorität“, schreibt die Apassionata World GmbH, die hinter „Cavalluna“ steckt. „Dies ist keine Floskel, sondern ein Fakt, denn die Pferde gehören in jeder Equipe zur Familie und werden über Jahre mit viel Herzblut trainiert und ausgebildet.“

Vertreter des Tierschutzes und unabhängige Amtsveterinäre untersuchen den Angaben zufolge alle Pferde, Esel und Ponys. Zudem prüften sie die Stallzelte, die Transporter und die reiterliche Ausrüstung in jeder einzelnen Showstadt. Dabei werde auch auf Details geachtet. Nur wenn die Untersuchung zur Zufriedenheit dieser Instanzen verläuft, dürfe die Show in der jeweiligen Stätte aufgeführt werden.

Als Showtier wähle das Unternehmen Pferde aus, die von Natur aus gerne posieren und lernwillig sind. Sie werden über Jahre hinweg trainiert und auf die Showsituation vorbereitet, heißt es weiter. Die Tiere würden in „monatelanger einfühlsamer Arbeit“ an bunte Lichter, Musik und Applaus gewöhnt. Die Musik in der Arena sei zudem für die Pferde nur in Zimmerlautstärke hörbar.

Überdies könnten sich die Pferde, die in den Freiheitsdressuren gezeigt werden, jederzeit ungehindert von ihren Trainern entfernen. „Fakt ist, dass die Zusammenarbeit von Tier und Mensch, wie sie bei uns gezeigt wird, einzig auf jahrelang aufgebautem Vertrauen und Freundschaft basieren kann und auf nichts anderem.“

In Hannover wird die Show „Cavalluna – Tor zur Anderswelt“ am Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar, insgesamt dreimal aufgeführt. Die Ticketpreise reichen von rund 50 bis 136 Euro.