Der Johannes-Selenka-Platz an der Hochschule für Bildende Künste (HBK), heute in erster Linie Durchgangsfläche für den Fuß- und Radverkehr, wird in diesem Jahr neugestaltet. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt, sollen die Arbeiten im Rahmen des Entwicklungskonzepts für das Sanierungsgebiet „Soziale Stadt – Westliches Ringgebiet“ im Frühjahr beginnen.

„Das Westliche Ringgebiet ist in der Gründerzeit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und dem Stil der Zeit entsprechend dicht bebaut, mit wenig Grün- und Freiflächen“, wird Stadtbaurat Gerold Leppa zitiert. Der Johannes-Selenka-Platz sei eine der wenigen Ausnahmen. Gestalterisch bislang weit unter Wert, biete er aufgrund seiner Größe und Lage die Chance, ein neuer beliebter Aufenthaltsort zu werden – für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers ebenso wie für die Studierenden der HBK. Dieses Potenzial solle mit der Neugestaltung aktiviert werden, so Leppa.

Neupflanzungen vorgesehen

Zur Vorbereitung der Bauarbeiten werden laut Stadt-Angaben in Kürze 17 Bäume im Bereich des Radwegs gefällt, die in keinem erhaltenswerten Zustand sind und die nach Fertigstellung des Platzes durch Neupflanzungen mit erheblich verbesserten Standortbedingungen ersetzt werden. Die Hainbuchenhecke und die Kirschbaumreihe im Norden blieben erhalten und würden durch Neupflanzungen ergänzt, heißt es.

Der Johannes-Selenka-Platz soll ein neuer beliebter Aufenthaltsort werden.

Der Johannes-Selenka-Platz soll ein neuer beliebter Aufenthaltsort werden.
© FMN | nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock

Um vielfältige Gestaltungsideen zu erhalten, hatte die Stadt einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt, den das Landschaftsarchitekturbüro „nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock“ aus Hannover gewann. Zwei Beteiligungsveranstaltungen hätten es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Wünsche und Ideen zu äußern. Als Konzept habe sich ein Mix aus Stadtplatz und Pocket-Park herauskristallisiert. Auch die HBK sei in den Planungsprozess einbezogen worden.

Das Westliche Ringgebiet ist in der Gründerzeit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und dem Stil der Zeit entsprechend dicht bebaut, mit wenig Grün- und Freiflächen.

Gerold Leppa , Braunschweigs Stadtbaurat

Finanzierung aus Städtebaufördermitteln

Der neue Johannes-Selenka-Platz solle aus zwei Hauptelementen bestehen: einer offenen Platzfläche, die einen klaren Rahmen bietet und als großzügiges Entrée zum Haupteingang der HBK dient, und dem kreisförmigen, grünen „Paradies“, einer lebendigen Gartenlandschaft, die vielfältige Nutzungsmöglichkeiten biete. Das „Paradies“, mit einer Grünfläche von etwa 380 Quadratmetern werde ausdrucksstarkes Zentrum und biete Raum zum Sitzen, Liegen und Spielen. Auch als Ausstellungsort für künstlerische Aktivitäten oder für Freiluftkino könne es genutzt werden. Ein neuer Trinkbrunnen am Radweg zum Ringgleis sei geplant.

Zugleich solle die Wegebeziehung zwischen Straße, Bushaltestelle und HBK erhalten bleiben und mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet werden. Fahrradstellplätze würden gebaut, die Sitzbänke an der Nordseite des Platzes blieben stehen. 

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Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro werden laut Stadt 690.000 Euro aus Städtebaufördermitteln finanziert. Außerdem würden 175.000 Euro von der HBK getragen, da sich ein kleinerer Bereich des Platzes in ihrem Eigentum befindet. 

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