Vor bald drei Jahren wurde die Idee vorgestellt. CDU und Grüne hatten im März 2023 im Rathaus von Berlin-Spandau vereinbart, die überfallene Ukraine symbolisch auch mit einer Städtepartnerschaft zu unterstützen. Der aktuelle Stand? Im Lokalparlament von Berlin-Spandau (260.000 Einwohner) wurde der „Zwischenbericht“ nun veröffentlicht.

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„Zwischen dem Bezirk Spandau und der Stadt Korosten wurde zunächst eine Städtefreundschaft offiziell unterzeichnet“, teilte Bürgermeister Frank Bewig, CDU, auf eine Anfrage der Grünen mit, wie der Tagesmappe (170 Seiten) zur Rathaussitzung am gestrigen Mittwochabend zu entnehmen war.

Delegation aus der Ukraine im Rathaus von Berlin Spandau Das Bild entstand im Sommer im Rathaus, als die Delegation aus der Ukraine zu Gast in Spandau war. Mit auf dem Bild: Bürgermeister Frank Bewig, CDU, in der Bildmitte sowie Vize-Rathauschefin Carola Brückner, SPD (Dritte von rechts).

© BA Spandau

Eine Delegation aus Korosten (150 Kilometer westlich von Kiew) war bereits im Sommer 2025 in Spandau. „Erste Projekte und Kooperationsmöglichkeiten konnten bereits diskutiert werden, sodass die beginnende Freundschaft nun mit konkreten Inhalten gefüllt werden kann“, so Bewig jetzt mit Blick nach vorn. „Das Bezirksamt wird die begonnenen Gespräche fortführen.“ Details und Ideen nannte er allerdings nicht in seinem „Zwischenbericht“.

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Feiner Unterschied: Es geht nicht um eine Städtepartnerschaft (wie sie Spandau z.B. mit Paris in Frankreich, Aschdod in Israel oder Iznik in der Türkei hat), sondern um den etwas niedrigeren Status einer symbolischen Städtefreundschaft. Spandaus Städtefreundschaft mit der russischen Stadt Wolgograd ruht seit 2024.

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