So viele Fördermittel für bezahlbares Wohnen in einem Jahr wie noch nie zuvor sind im vergangenen Jahr nach Dortmund geflossen. Das Amt für Wohnen hat mithilfe der Gelder des Landes NRW erneut einen Rekord aufgestellt.
Rund 110 Millionen Euro für 72 Einzelprojekte mit insgesamt 604 Wohnungen konnte die Stadt bewilligen. Darunter fielen Neubauten, die Modernisierung von Wohnraum, der Ankauf von Eigentumsobjekten sowie Maßnahmen, um bezahlbare Mieten und Belegungsbindungen langfristig zu sichern.
Zu Jahresbeginn 2025 standen der Stadt Dortmund zunächst 40 Millionen Euro Wohnraumfördermittel des Landes NRW zur Verfügung. Doch für die vielen Anträge reichte das nicht aus. Daher wurden der Stadt im Jahresverlauf zusätzliche Finanzmittel zugewiesen. Für die Bewilligung musste die Bauherrschaft eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen.
Rekord aus Vorjahr nochmal übertroffen
Die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen hat zum Ziel, qualitätsvollen, energieeffizienten und barrierefreien Wohnraum zu fördern, der für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen bezahlbar ist. Die Bautätigkeit ist rückläufig und die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau sind allgemein schwer, unter anderem wegen hoher Baukosten, hoher Kapitalmarktzinsen und wegen des Fachkräftemangels. Dennoch konnte in Dortmund im Jahr 2025 das Rekordergebnis des Vorjahres (93 Millionen Euro) nochmals übertroffen werden.
Der Fokus der Wohnraumförderung lag 2025 auf dem Neubau dringend benötigter Mietwohnungen. 87 Prozent der bewilligten Förderdarlehen, also rund 95 Millionen Euro, entfielen darauf – insgesamt können so 390 neue Wohnungen entstehen. Hier macht sich die Quotenregelung für den geförderten Mietwohnungsneubau bemerkbar. Es zahlt sich aus, dass die Stadt kontinuierlich Planrecht geschaffen hat – die Wirkung entfaltet sich nun nach und nach.
Besondere Zielgruppen im Blick
Um die Wohnraumversorgung für besondere Zielgruppen zu verbessern, wurden für sie gezielt Angebote gefördert. Es können jetzt unter anderem 26 Mieteinfamilienhäuser für kinderreiche Haushalte, sieben für Rollstuhlfahrende sowie 74 Wohnheimplätze für Auszubildende und Studierende entstehen.
Besonders hoch blieb die Nachfrage nach Fördermitteln für Eigenheime und Eigentumswohnungen. Gerade wenn die Kapitalmarktzinsen hoch sind, ist die Eigentumsförderung für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden. 27 Förderzusagen mit Förderdarlehen in Höhe von ca. 6 Millionen Euro wurden für den Neubau bzw. den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum erteilt. Darüber hinaus fließen 2 Millionen Euro in die Modernisierung von 15 Eigentumsobjekten.
Trotz Rekordsumme: Nachfrage war noch höher
Erstmals seit Jahrzehnten konnte die Stadt zum Ende des Förderjahres 2025 nicht für alle bewilligungsreifen Anträge Förderzusagen erteilen. Der Fördertopf des Landes war ausgeschöpft, so dass von dort keine weiteren Mittel mehr für Dortmunder Projekte zur Verfügung gestellt werden konnten. Diese Projekte können nun erst im neuen Förderjahr 2026 ab Mitte Februar bewilligt werden.
Anträge für 2026 ergeben schon jetzt 300 Millionen Euro
Das Interesse an Wohnraumfördermitteln steigt immer weiter an. Aktuell liegen dem Amt für Wohnen für 2026 weitaus mehr Anträge vor als zum Vergleichszeitraum im Vorjahr. Und weitere Bauvorhaben befinden sich in der Planungs- und Qualifizierungsphase. Würde man alles bewilligen wollen, benötigte man für 2026 schon jetzt ein Fördervolumen von rund 300 Millionen Euro.
Das Land NRW hatte im Dezember 2025 mitgeteilt, dass 2026/2027 dank zusätzlicher Mittel des Bundes für die Wohnraumförderung insgesamt noch einmal 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen werden. Trotzdem wird die Budgetsituation landesweit sehr angespannt bleiben, denn die für Dortmund beschriebene Situation trifft in unterschiedlichen Ausprägungen auf den Großteil der Städte und Kreise in NRW zu.
Eine Bremse für den Wohnungsbau?
Auch 2026 wird die Stadt Dortmund nicht alle bewilligungsreifen Anträge fördern können. Erneut werden Projekte ins Folgejahr geschoben werden müssen. Häufig war die Inanspruchnahme von Fördermitteln der entscheidende Grund bzw. sogar zwingend notwendig für die weitere Planung und wirtschaftliche Umsetzung von Wohnungsbauprojekten. Die Folge: Baustarts können sich verschieben, Vorhaben müssen gegebenenfalls neu durchgerechnet werden.
Das Amt für Wohnen steht im regelmäßigen Austausch mit dem zuständigen Landesministerium, um wieder möglichst viele Fördermittel für bezahlbaren Wohnraum in Dortmund zu akquirieren.
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