Eigentlich sollte es bei dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem slowakischen Premier Robert Fico Mitte Januar in Florida vor allem um eine Kooperation bei der Atomkraft gehen. Doch nach dem Treffen hat vor allem ein Bericht des Nachrichten-Magazin „Politico“ für Aufsehen gesorgt.
Laut dem Bericht erzählte Fico anderen EU-Staatschefs vergangene Woche auf dem EU-Gipfel, dass die „psychologische Verfassung“ des US-Präsidenten ihm Sorgen bereite. Trump sei „nicht ganz bei sich“ gewesen. Trump kam Fico „gefährlich“ vor.
Fico wies das entschieden zurück und bezichtigte „Politico“ der Lüge. In einem Facebook-Beitrag schrieb er: „Niemand hat etwas gehört, niemand hat etwas gesehen, es gibt keine Zeugen, aber trotzdem hat nichts das Portal Politico davon abgehalten, mit Lügen daherzukommen.“
Ich habe den Eindruck, dass er in vollem Umfang seinem Amt gewachsen ist.
Bundeskanzler Friedrich Merz über Trump
Merz sieht „keine Anzeichen“
Nun hat sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Zweifeln an der Gesundheit des 79-jährigen Trump entgegengetreten. „Ich habe aus meinen Begegnungen mit Präsident Trump keinerlei Veranlassung, an seiner Gesundheit zu zweifeln“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Berlin auf eine Journalistenfrage nach seinem Eindruck vom Gesundheitszustand des Präsidenten.
Merz ergänzte: „Ich habe den Eindruck, dass er, ja, in vollem Umfang seinem Amt gewachsen ist. Ich habe keinerlei Anzeichen dafür, dass das anders sein sollte.“
Fico äußerte sich via Twitter zu Trump-Treffen
Fico selbst hatte in einem Post auf X kurz nach der Reise angedeutet, wie das Treffen mit Trump verlaufen war. In dem Post hatte er eindringlich an die europäischen Staaten appelliert, EU-Interessen künftig in den Vordergrund zu stellen, um sich gegen die USA zu behaupten, die rücksichtslos ihre eigenen Interessen verfolgten.
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Fico gilt als Anhänger des US-Präsidenten, er pflegt auch vergleichsweise enge Beziehungen nach Moskau, da die Slowakei immer noch russisches Erdgas importiert.
Weißes Haus nennt Trumps Gesundheit „exzellent“
Um Trumps Gesundheitszustand gibt es immer wieder Spekulationen. Es gibt eine Debatte darüber, ob das alles normale Alterserscheinungen eines 79-Jährigen sind oder ob es sich um Warnsignale eines überlasteten Staatschefs handelt. Das Weiße Haus erklärt immer wieder, der Präsident habe eine „exzellente Gesundheit“.
Lesermeinungen zum Artikel
„Das Problem ist, dass da keiner unzurechnungsfähig ist, auch Trump nicht. Es ist alles ernst gemeint, was aus den USA kommt.“
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Vor allem blaue Flecken an der Hand fielen bei öffentlichen Terminen immer wieder auf. Oftmals sind die Stellen auffällig überschminkt. Trump erklärte das mit einer erhöhten Einnahme von Aspirin. Regierungssprecherin Karoline Leavitt hatte schon vor längerem angegeben, dass es davon komme, dass Trump häufig Hände schüttele.
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Jüngst hatten Medien darüber berichtet, dass Trump bei öffentlichen Terminen immer mal wieder die Augen geschlossen habe. Der Präsident widersprach aber der Darstellung, er sei eingeschlafen. Es seien Momente der Entspannung oder Langeweile gewesen. Gegenüber Reportern hatte Trump erst kürzlich versichert, er sei kerngesund und geistig fit. (ben, dpa)