Es war eine echte Sensation: Bei Grabungen in der Chemnitzer Johannisvorstadt stießen Archäologinnen und Archäologen im November 2022 auf eine Mikwe, ein jüdisches Ritualbad, das auf die Zeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert datiert wurde. Und das, obwohl man für diese Epoche angenommen hatte, dass in Sachsen außerhalb von Dresden und Leipzig aufgrund von Verboten keine Jüdinnen und Juden gelebt hatten. Die Mikwe wurde umfangreich untersucht und für die Zukunft vorerst mit einem Betonmantel gesichert.