Im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr will Verdi NRW den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und schließt Warnstreiks noch vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde am 2. März nicht aus. Davon könnte auch die Rheinbahn in Düsseldorf betroffen sein.

„Wir werden darüber nachdenken müssen, ob vor der zweiten Verhandlungsrunde noch etwas passiert“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in Nordrhein-Westfalen, Heinz Rech, in Düsseldorf. In dem schwelenden Tarifkonflikt geht es um Arbeitszeiten und Zuschläge.

Eine Sprecherin der Rheinbahn sagte auf Anfrage unserer Redaktion, dass sie zu möglichen Warnstreiks derzeit noch keine konkreten Angaben machen könne. „Wir haben die Ankündigungen natürlich wahrgenommen, aber solange uns keine offizielle Information von Verdi vorliegt, können wir dazu nichts sagen.“

Die Gewerkschaft müsse das betroffene Unternehmen spätestens 24 Stunden vor Beginn eines Warnstreiks informieren. „Sobald das der Fall ist, werden wir unsere Fahrgäste und die Presse umgehend informieren“, sagte die Sprecherin.

Nahezu alle großen Verkehrsbetriebe in NRW betroffen

Die erste Verhandlungsrunde für rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW war am 21. Januar ohne Ergebnis geblieben. Verdi NRW kritisiert, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten, obwohl die Gewerkschaftsforderungen seit November vorlägen.

Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Verhandlungen geht, gehören nahezu alle großen in Nordrhein-Westfalen von Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis nach Bielefeld. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.