Die mutmaßliche NSU-Vertraute Susann E. soll laut Aussage der Rechtsterroristin Beate Zschäpe am Donnerstag nicht von den Morden der Neonazi-Terrorzelle gewusst haben. Susann E. habe lediglich Kenntnis von Banküberfällen gehabt. Damit vermeidet die 51-Jährige auch am dritten und letzten Tag ihrer Zeugenvernehmung vor dem Oberlandesgericht Dresden zu stark belastende Aussagen gegen ihre frühere Vertraute Susann E.
Angeklagte soll NSU unterstützt haben
Susann E. ist die Ehefrau des bereits verurteilten NSU-Unterstützers André E. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr ebenfalls vor, dem NSU-Trio geholfen zu haben. So soll sie Zschäpe ihre Krankenkassenkarte und ihre Personalien zur Verfügung gestellt haben. Zudem war sie laut Anklage an der Abholung eines Wohnmobils beteiligt. Dieses hatte der NSU am 4. November 2011 bei seinem letzten Raubüberfall in Eisenach verwendet.
NSU verübte Morde in ganz Deutschland
Die Neonazi-Terrorzelle NSU bestand aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübten sie jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Ihre Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin.