Nach einem Hackerangriff ist die Webseite der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wieder erreichbar. Das Webportal des Museumsverbundes stehe bis auf wenige Funktionen wieder zur Verfügung, teilte das Kulturministerium mit. Weiterhin sei aber nur Barzahlung möglich und auch an der Wiederherstellung des Onlineshops werde gearbeitet. Die Museen sind regulär geöffnet.

Cybercrime-Experten sollen ran

SKD-Sprecherin Anja Priewe hatte MDR SACHSEN am Montag gesagt, es sei noch nicht absehbar, wann die Kunstsammlungen wieder zum Normalbetrieb zurückkehren können. Zu dem Cyberangriff war es in der Vorwoche gekommen. Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Sachsen unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden.

Analog läuft alles sicher

Bislang unbekannte Cyberkriminelle hatten am vergangenen Mittwoch mit einem gezielten Angriff nahezu die gesamte digitale Infrastruktur des Museumsverbundes lahmgelegt – nicht nur alle Internetseiten, sondern auch die Telefonanlage und die Kassensysteme. Zu ihren Motiven ist öffentlich bisher nichts bekannt. Das Sicherheitssystem der Einrichtungen sei von der Attacke nicht betroffen, betonte die SKD-Sprecherin.

Zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören:
– Gemäldegalerie Alte Meister
– Historisches Grünes Gewölbe
– Neues Grünes Gewölbe
– Albertinum
– Japanisches Palais
– Kupferstich-Kabinett
– Mathematisch-Physikalischer Salon
– Museum für Sächsische Volkskunst
– Münzkabinett
– Rüstkammer
– Kunstkammer Gegenwart
– Kunstgewerbemuseum
– Porzellansammlung
– Puppentheatersammlung
– Archiv der Avantgarden
– Josef-Hegenbarth-Archiv
– GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
– Völkerkundemuseum in Herrnhut