Katrin Eisenträger ist Geschäftsführerin des cuba. (Foto: Michael Bührke)Katrin Eisenträger ist Geschäftsführerin des cuba. (Foto: Michael Bührke)

Was am 1. Februar 1986 an der Achtermannstraße gegründet wurde, war damals ein buntes Aufeinandertreffen vieler unterschiedlicher Gruppen aus Münsters alternativer Szene. Das stieß nicht bei allen auf Begeisterung, ein Grund war der Name: cuba. Dabei hatte die neue Einrichtung nichts mit dem sozialistischen Inselstaat zu tun, sondern diente als Abkürzung für „Cultur- und Begegnungszentrum Achtermannstraße“. Nach genau 40 Jahren ist das cuba längst etabliert und aus dem soziokulturellen Leben Münsters nicht mehr wegzudenken.

„In unserem Zentrum arbeiten insgesamt 13 Vereine unter einem Dach. Die Themen der Vereine passen dabei sehr gut zusammen, sodass die Angebote oft voneinander profitieren und Synergien entstehen“, erklärt Katrin Eisenträger, Geschäftsführerin der Zentrums. Neben Vereinen wie dem Sozialpädagogischen Bildungswerk Münster (SoBi) oder Vamos, gehören kulturelle Angebote wie der TatWort Poetry Slam oder Konzerte aus den Bereichen Jazz oder experimenteller elektronischer Musik zum festen Programm an der Achtermannstraße. Der gemeinsam mit dem benachbarten Club betriebene multifunktionale Veranstaltungsraum „Black Box“ kann von Kulturschaffenden gemietet werden. Auch Ausstellungen haben im cuba inzwischen eine große Fangemeinde. Am 18. April findet die nächste Eröffnung statt.

Nicht unbedingt ein architektonisches Highlight, aber eine Institution: Das cuba in der Achtermannstraße. (Foto: Michael Bührke)Nicht unbedingt ein architektonisches Highlight, aber eine Institution: Das cuba in der Achtermannstraße. (Foto: Michael Bührke)

Finanziert wird das cuba über Fördermittel, die Vereine zahlen außerdem Mieten für ihre Büroräume. „Die Förderungen kommen sowohl von der Stadt, als auch vom Land und dem Bund“, wie Eisenträger erläutert. Vor fünf Jahren geriet das Begegnungszentrum in die lokalen Schlagzeilen, Grund war ein Streit mit dem Vermieter, in dessen Verlauf die Verlängerung des Mietvertrags infrage gestellt wurde. Der Mietvertrag wurde am Ende verlängert, die markante haushohe Wandbemalung aus der Gründungszeit des cuba hingegen wurde übermalt.

Das Jubiläumsdatum am 1. Februar verspricht nicht unbedingt Sonnenschein und milde Temperaturen, darum wird es im Sommer eine mehrtägige Party geben. Vom 18. bis zum 21. Juni wird es Konzerte und weitere Veranstaltungen geben, Höhepunkt ist ein Tag der offenen Tür, an dem die Angebote des cuba öffentlich vorgestellt werden.

Michael wurde im niedersächsischen Celle geboren und kam 1990 zum Studieren nach Münster. Er ist Geograf und arbeitet heute in der Unternehmskommunikation. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Soziales aber auch in den Naturwissenschaften. Michael ist leidenschaftlicher Radfahrer, Wanderer und Amateurfotograf.