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Vor eineinhalb Jahren durchschritt der MSV Duisburg das tiefste Tal seiner Klub-Geschichte: Abstieg in die Regionalliga West! Doch der Klub erfand sich neu, Geschäftsführer Michael Preetz (58) schaffte stabilere Strukturen, baute einen schlagkräftigen Kader, und die Fans zogen mit: Im Schnitt 4000 reisten auch in der 4. Liga auswärts mit und feierten am Ende den Wiederaufstieg.
3. Liga: MSV Duisburg zahlte für Lobinger nur 50.000 Euro
Jetzt mischt der MSV auch die 3. Liga auf – Tabellenführer nach 21 von 38 Spieltagen. Ist sogar der Durchmarsch in die 2. Liga drin? Preetz zu SPORT BILD: „Wir haben uns vor der Saison 45 Punkte als Ziel gesetzt. Die sind unser nächstes Ziel. Wir sind aber sehr ambitioniert, wollen das Maximale erreichen. In dieser Liga geht es eng zu, alles ist möglich. Wir haben gesehen, dass wir konkurrenzfähig sind.“
Bei aktuell 40 Zählern nimmt Preetz den Begriff „2. Liga“ noch nicht in den Mund. Doch der Traum von der Rückkehr nach sieben Jahren Pause lebt. In der Winterpause rüstete er dafür nach. Mit Lex-Tyger Lobinger (26) wurde für 50 000 Euro Ablöse von Viktoria Köln der aktuell erfolgreichste Drittliga-Stürmer (26 Tore in der vergangenen und dieser Saison) geholt. Dazu schnappten sich die Zebras den zentralen Mittelfeldspieler Aljaz Casar (25) von Dynamo Dresden ablösefrei.
Duisburg: Preetz-Versprechen für die Rückrunde
Die ersten beiden Partien mit dem Duo gewann Duisburg auch dank zweier Lobinger-Tore. Preetz: „Dieser Auftakt war sehr wichtig, gibt uns weiteres Selbstvertrauen.“ Aufstiegstrainer Dietmar Hirsch (54) hat das Team vor allem emotional im Griff. Reihenweise gelangen in den vergangenen Monaten Siege nach Rückstand oder dank später Treffer.
Auf Sicht schielt der Klub mit seinem jungen, entwicklungsfähigen Aufgebot auf Transfer-Einnahmen. Bereits im Winter gab es für einige Profis wie Conor Noß (25/sechs Ligatore) Anfragen aus höheren Ligen. Doch aktuell könnte es auch mit dem MSV eine Liga höher gehen.
Ein Trumpf im Saisonfinale: Die Duisburger sind eine Heimmacht, haben als einziges Team kein Spiel zu Hause verloren, im Schnitt kommen 23 000 Fans. Und bis Saisonende hat man noch mehr Heim- (neun) als Auswärtsspiele (acht). Preetz: „Die Leute können sicher sein, dass wir alles aus uns herausholen, um in jedem Spiel erfolgreich zu sein.“