Traditionshaus im Bahnhofsviertel

US-Investor kauft Münchner Hotel-Ikone

30.01.2026 – 10:02 UhrLesedauer: 1 Min.

imago images 0787019318Vergrößern des Bildes

Der Eingangsbereich des Hotel Excelsior in München. Das Hotel gehörte bis vor kurzem zur Geisel-Gruppe, einer renommierten Hoteliersfamilie (Archivbild). (Quelle: IMAGO/S.Gottschalk/imago)

Nach fast 90 Jahren verkauft die Familie Geisel das Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Der neue Eigentümer ist ein US-Investor.

Der US-Investor Blackrock hat das Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt übernommen. Die Hoteliersfamilie Geisel habe das Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz verkauft, berichten mehrere Medien am Freitag übereinstimmend.

Das in den 1930er Jahren gegründete Hotel in der Schützenstraße geht demnach in das Portfolio eines europäischen Value-add-Fonds von Blackrock über. Zum Objekt gehören 114 Zimmer und Suiten, fünf Tagungsräume sowie das Restaurant Vinothek. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Marktbeobachter hätten den Wert der Immobilie zuletzt auf rund 60 Millionen Euro geschätzt.

Die Familie Geisel wird in Medienberichten mit den Worten zitiert, man habe die Entscheidung nach sorgfältiger Prüfung getroffen. Das Hotel solle weiterhin betrieben und alle rund 100 Mitarbeitenden übernommen werden – vorausgesetzt, sie stimmten dem Übergang zu. Wie das künftige Betriebskonzept konkret aussehe und ob das Haus möglicherweise umbenannt werde, sei noch offen.

Mit dem Verkauf des Excelsior trennt sich die Familie Geisel von einer weiteren zentralen Immobilie ihres Portfolios. Bereits zuvor hatte sie das Hotel Königshof am Stachus veräußert. Das Umfeld des Hotels Excelsior ist derzeit im Wandel – direkt gegenüber steht der frühere Kaufhof-Komplex leer.