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Menschen, die nach den russischen Luftangriffen ohne Strom sind, warten in einem Wohnviertel Kiews auf kostenlose warme Mahlzeiten. © Dan Bashakov/dpa
Die begrenzte Feuerpause zwischen Trump und Putin folgt einem bekannten Muster. Echte Friedensbemühungen bleiben weiterhin aus. Ein Kommentar.
Auch eine begrenzte Waffenruhe erspart der überfallenen Ukraine und seiner Bevölkerung den ein oder anderen russischen Angriff. Insofern muss man froh sein über jeden Schuss, der nicht abgegeben wird. Ansonsten ist diese partielle Feuerpause eine Farce – wie so vieles bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland über den Krieg gegen die Ukraine.
Der russische Autokrat Wladimir Putin ist nur sehr zögerlich und nur sehr eingeschränkt der Bitte von US-Präsident Donald Trump nachgekommen, die Waffen schweigen zu lassen. Der russische Autokrat hat mal wieder gezeigt, wie wenig er an einer friedlichen Lösung des militärischen Konflikts interessiert ist.
Und Trump ging es sicher nicht um das Wohlbefinden der Ukrainerinnen und Ukrainer. Sie leiden nicht nur in diesem strengen Winter, sondern bereits seit fast vier langen Kriegsjahren. Wollte er wirklich etwas zum Wohle der Menschen in der Ukraine verändern, hätte er für die sogenannten Friedensverhandlungen nicht die Forderungen Putins nahezu vollständig übernommen und längst den Druck auf Putin erhöht und zumindest versucht, ihn zum Einlenken zu bringen.
Nein, auch diese Waffenruhe folgt einem seit Monaten bekannten Muster: Trump gebärdet sich als Friedensstifter ohne dafür zu sorgen. Putin gibt sich gesprächsbereit ohne nachzugeben, während er seine Armee die Ukrainerinnen und Ukrainer weiter töten und terrorisieren lässt. Und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht gute Miene zum bösen Spiel, weil er auf die Hilfe der US-Regierung von Trump angewiesen ist. Die europäischen Verbündeten Kiews sind weder in der Lage noch Willens, die Ukraine mit allem auszustatten, um sich von den russischen Aggressoren zu befreien. Da niemand diesen Kreislauf durchbricht, wird Putin seine Armee für seinen imperialen Krieg kämpfen lassen bis ihm oder der Ukraine die Ressourcen ausgehen.