Großangelegte Studien zeigen, dass eine Impfung gegen Gürtelrose das Risiko für Demenz um bis zu 20 Prozent reduziert und möglicherweise auch den Krankheitsverlauf verlangsamt.
Eine Gürtelrose-Impfung schützt möglicherweise auch vor Demenz. Mehrere großangelegte Studien deuten auf einen signifikanten Schutzeffekt hin – und liefern sogar Hinweise auf eine verlangsamende Wirkung bei bereits bestehender Erkrankung.
Im Fokus der Forschung steht das Varizella-Zoster-Virus (VZV), Erreger von Windpocken und Gürtelrose. Nach einer Windpocken-Infektion verbleibt es lebenslang im Körper und kann im Alter reaktivieren. Die Impfung scheint diese Reaktivierung zu unterdrücken – und könnte so das Gehirn schützen.
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Studiendaten zeigen klaren Trend
Besonders aussagekräftig sind Analysen aus Ländern mit staatlichen Impfprogrammen. Dort schufen klare Altersgrenzen für die Impfberechtigung quasi-natürliche Vergleichsgruppen.
- Eine Studie mit walisischen Gesundheitsdaten zeigte: Über sieben Jahre hatten geimpfte Personen ein um 20 Prozent geringeres Risiko, eine Demenzdiagnose zu erhalten.
- Eine aktuelle kanadische Untersuchung bestätigt diesen Trend. Der Effekt scheint bei Frauen stärker ausgeprägt sein.
Diese Art von Studien kann den sogenannten „Healthy Vaccinee Bias“ weitgehend ausschließen – also die Verzerrung, dass sich geimpfte Menschen oft generell gesünder verhalten.
So könnte der Schutz funktionieren
Der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Eine führende Theorie: Die Impfung verhindert stille Reaktivierungen des VZV, die chronische Entzündungen im Nervensystem auslösen. Diese Entzündungen gelten als Treiber neurodegenerativer Prozesse, wie sie bei Alzheimer auftreten.
Eine VZV-Reaktivierung könnte zudem andere schlummernde Viren im Gehirn wecken, etwa Herpes-simplex-Viren (HSV-1). Diese wiederum fördern die Bildung der für Alzheimer typischen schädlichen Eiweißablagerungen. Die Impfung würde diese Kaskade unterbrechen.
Verlangsamt die Impfung auch den Demenz-Verlauf?
Besonders spannend sind jüngste Daten, die über die reine Vorbeugung hinausgehen. Eine im Fachjournal Cell veröffentlichte Studie deutet an, dass die Gürtelrose-Impfung den Verlauf einer bestehenden Demenz verlangsamen könnte.
Demnach hatten geimpfte Demenzpatienten in der Nachbeobachtung ein signifikant reduziertes Sterberisiko. Dies legt ein therapeutisches Potenzial nahe, das weiter erforscht wird.
Die bisherigen Studienergebnisse basieren größtenteils auf dem älteren Lebendimpfstoff Zostavax. In Deutschland wird heute vorrangig der wirksamere Totimpfstoff Shingrix verwendet. Experten gehen davon aus, dass dessen Schutzeffekt mindestens gleichwertig, wenn nicht stärker ist.
Ein einfacher Schritt für die Gehirngesundheit?
Weitere Forschung muss die Langzeiteffekte und speziell die Wirkung von Shingrix noch genauer untersuchen. Dennoch gewinnt die bestehende Impfempfehlung an Gewicht.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät zur Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Risikogruppen ab 50. Sollten sich die vielversprechenden Daten erhärten, wäre dies ein kosteneffektiver Ansatz im Kampf gegen die wachsende Demenz-Last.
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