In Nordfrankreich sind Forschende auf gleich mehrere faszinierende archäologische Funde gestoßen: Denn sie konnten dort eine ganze antike Siedlung aus dem ersten Jahrhundert nach Christus freilegen. Dazu gehörte auch ein großes Gräberfeld mit gleich zwei Scheiterhaufen.

Archäologischer Fund: 38 Grabstrukturen freigelegt

Die Nekropole umfasst dabei 38 Grabstrukturen, wie es in einer Pressemitteilung des Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) heißt. 35 davon wurden als sekundäre Einäscherungsablagerungen charakterisiert, zwei als Scheiterhaufen und eine als Erdbestattung. 

Bei den sekundären Einäscherungsablagerungen handelt es sich um viereckige Gruben mit senkrechten Wänden und flachen Böden, in denen Vasen, Knochenablagerungen und manchmal ein Speiseopfer aufbewahrt werden. Die beiden Scheiterhaufen wurden derweil zur Einäscherung der Verstorbenen genutzt. In ihnen konnten die Forschenden verkohlte Stämme, Knochensplitter und Keramikfragmente identifizieren. Doch die Erdbestattung stellt unter den archäologischen Funden einen klaren Sonderfall dar.

Topaktuell

Ein Grab überrascht

Denn die Einäscherungsablagerungen und die Scheiterhaufen stammen wohl wie der Rest der Siedlung ebenfalls aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. Doch die Erdbestattung scheint wesentlich jünger zu sein. Es befndet sich etwas abseits der restlichen Nekropole. Das Grab hat eine Länge von 2,65 Metern und eine Breite von 1,40 Metern.

Nägel deuten auf das frühere Vorhandensein eines Sarges hin, um den eine Vase und ein Paar Schuhe gelegt wurden. Daneben wurden auch zwei Münzen und eine Knieschelle im Grab entdeckt. Das Forschungsteam schätzt die archäologischen Funde auf das 3. bis 4. Jahrhundert nach Christus. Dass sich diese trotzdem in der Nekropole befinden, stellt die Forschenden vor ein wahres Rätsel, das sie hoffen, mit Hilfe weiterer Untersuchungen klären zu können.

Quelle: Institut national de recherches archéologiques préventives

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