Der Flughafen Frankfurt setzt als weltweit erster Standort auf die Bluetooth-Technologie Auracast, um Fluginformationen direkt auf Hörgeräte zu streamen und den Terminal-Alltag leiser zu gestalten.

Frankfurt am Main setzt mit einer Weltpremiere neue Maßstäbe für barrierefreies Reisen. Der Flughafen testet als erster weltweit die Bluetooth-Auracast-Technologie für persönliche Gate-Durchsagen direkt aufs Hörgerät oder den Kopfhörer. Das Pilotprojekt soll den stressigen Terminal-Alltag leiser und inklusiver machen.

Durchbruch für barrierefreies Reisen

Seit dieser Woche können Passagiere an den Gates A16 und A17 in Terminal 1 wichtige Fluginformationen wie Boarding-Aufrufe oder Gate-Wechsel direkt auf ihre kompatiblen Geräte streamen. Die Technologie durchbricht das Terminal-Gewimmel und bietet einen klaren, persönlichen Audiokanal. Besonders Menschen mit Hörbeeinträchtigung profitieren.

„Unser Ziel ist ein entspannterer Aufenthalt für alle Gäste“, sagt Alexander Laukenmann, Vorstand für Aviation bei der Betreibergesellschaft Fraport. Der zweimonatige Test ist ein großer Schritt zum „stillen Flughafen“ und reduziert die Abhängigkeit von lauten, oft störenden Lautsprechern.

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So funktioniert die revolutionäre Audio-Technologie

Auracast ist eine neue Broadcast-Funktion des Bluetooth-Standards LE Audio. Ein Sender – hier das Flughafen-Durchsagesystem – kann unbegrenzt viele Empfänger in der Nähe mit Ton versorgen. Nutzer wählen einfach den Audio-Stream ihres Gates und hören alle Ansagen in hoher Qualität.

Die potenziellen Anwendungen reichen weit über Flughäfen hinaus. Stadien, Bahnhöfe oder Konferenzzentren könnten die Technologie für Untertitel-Audio, mehrsprachige Streams oder barrierefreie Übertragungen nutzen. Der Praxistest in Frankfurt wird zum wichtigen Vorbild für die gesamte Branche.

Branchenweites Pilotprojekt mit starken Partnern

Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Technologie- und Forschungspartnern. Angeführt wird es vom Passagierinformations-Spezialisten Sittig Technologies, Fraport und der Frankfurt University of Applied Sciences. Unterstützung kommt von Schwergewichten wie Samsung, Google, GN und der Bluetooth SIG.

Finanziert wird die Initiative über das hessische Förderprogramm Distr@l für digitale Innovationen. Ein cleverer Aspekt: Die Auracast-Sender wurden direkt in die bestehenden PAXGuide-Paging-Stationen von Sittig integriert. Aufwändige neue Hardware war nicht nötig.

Was bedeutet der Test für die Zukunft?

Nach der zweimonatigen Testphase werden Fraport und die Partner die gesammelten Daten und das Feedback auswerten. Bei Erfolg ist ein schrittweiser Rollout auf weitere Gates und Terminal-Bereiche wahrscheinlich. Die Erkenntnisse sollen auch anderen großen öffentlichen Orten bei der Einführung helfen.

Der Test erhöht den Druck auf Gerätehersteller, künftige Smartphones, Kopfhörer und Hörgeräte Auracast-kompatibel zu machen. „Die Technologie verändert grundlegend, wie Flughafen-Durchsagen funktionieren“, sagt Johannes Sittig von Sittig Technologies. Aus einem öffentlichen Aufruf wird ein direkter, passagierzentrierter Service.

Frankfurt setzt mit diesem Pilot nicht nur eine technologische Marke. Der Flughafen zeigt, wie Reisen für alle stressfreier und zugänglicher werden kann. Die Branche blickt gespannt auf Deutschland – denn was hier beginnt, könnte bald zum globalen Standard für Audio im öffentlichen Raum werden.

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