Ein Wochenende des Abschieds im Museum Ostwall im Dortmunder U: Am Sonntag, 1. Februar, endet nach drei Jahren die Sammlungspräsentation „Kunst – Leben – Kunst“. Gleichzeitig schließt die MO_Schaufenster-Ausstellung mit Werken der Guerrilla Girls.
Seit April 2023 zeigt das Museum Ostwall mit der Sammlungspräsentation „Kunst – Leben – Kunst. Das Museum Ostwall gestern, heute, morgen“ die enge Verbindung von Kunst und gesellschaftlichen Fragestellungen. Werke aus der Sammlung – vom Expressionismus über Fluxus und Kunst der 1960er-Jahre bis zur Gegenwart – veranschaulichen in drei Kapiteln die Entwicklung des Hauses und seiner Sammlung.
Die Präsentation knüpft an die Geschichte des Museums an und macht sichtbar, wie die Gründungsdirektorin Leonie Reygers das Museum als Ort für die Menschen der Region verstand. Sie zeigt, welche Rolle Autodidaktinnen und Autodidakten spielten, wie sich Kunstschaffende der Fluxus-Bewegung vom Alltagsleben inspirieren ließen und wie gesellschaftliche Debatten die Sammlungspolitik des Museums seit den 1950er-Jahren bis heute prägen.
Drei vertiefende Stationen geben Einblicke in den Arbeitsalltag des Museums: von der Restaurierung über den internationalen Leihverkehr bis zur Kunstvermittlung.
Am Sonntag, 1. Februar, endet die Sammlungspräsentation nach drei Jahren Laufzeit.
Ausblick auf neue Sammlungspräsentation
Ab dem 5. September 2026 eröffnet das Museum Ostwall eine neue Sammlungspräsentation unter dem Arbeitstitel „let’s talk – reden über kunst“. Sie rückt Werke aus der Sammlung in den Fokus, die zwischenmenschliche Kommunikation, Dialog und gesellschaftlichen Austausch thematisieren.
Guerrilla Girls verabschieden sich aus dem MO_Schaufenster
Parallel endet die MO_Schaufenster-Ausstellung „IT’S NOT DEMOCRACY WITHOUT FEMINISM“ mit Werken der Guerrilla Girls. Seit Dezember zeigt das Museum Ostwall eine Auswahl von Plakaten des international bekannten feministischen Künstlerinnenkollektivs, das seit den 1980er-Jahren Machtstrukturen und Ungleichheiten im Kunstbetrieb kritisch hinterfragt. Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit der Verleihung des MO_Kunstpreises 2025 an die Guerrilla Girls und markiert einen wichtigen Akzent innerhalb der Sammlungserweiterung des Hauses.
Am Sonntag, 1. Februar, bietet sich letztmalig die Gelegenheit, sowohl die aktuelle Sammlungspräsentation als auch die MO_Schaufenster-Ausstellung im Museum Ostwall im Dortmunder U zu besuchen.