Eisbrecher Arkona

AUDIO: Eisbrecher „Arkona“ hilft bei der Versorgung von Hiddensee (1 Min)

Stand: 31.01.2026 08:54 Uhr

Dauerfrost lässt das Eis in Vorpommerns Küstengewässern wachsen. Um die Schifffahrt aufrechtzuerhalten, setzt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt nun den stärksten Eisbrecher der Ostsee ein.

Die Eisdecke auf den Küstengewässern in Vorpommern wird zunehmend dicker. Wegen der anhaltenden Minusgrade hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee das Mehrzweckschiff “Arkona” zum Eisbrechen eingesetzt. Ziel ist es, die wichtigen Schifffahrtswege für die Berufsschifffahrt offen zu halten.

Eis teils deutlich dicker als 15 Zentimeter

Das Eis ist derzeit rund 15 Zentimeter dick, in einzelnen Bereichen auch mehr. Besonders betroffen ist die Ostansteuerung nach Stralsund, wo die Eisdecke stellenweise deutlich stärker ausgeprägt ist. Fachleute des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnen damit, dass das Eis in den kommenden Tagen weiter zunimmt. Der eingesetzte Eisbrecher, die “Arkona”, gilt als der leistungsstärkste in der Ostsee und kann Eisstärken von bis zu einem halben Meter bewältigen.

Tonnen werden kontrolliert

Im Greifswalder Bodden hält die “Arkona” die Fahrwasser frei und überprüft zugleich die Schifffahrtszeichen. Die Tonnen dienen als Verkehrszeichen für die Schiffe. Werden sie durch das Eis verschoben, besteht die Gefahr, dass Schiffe von der Fahrrinne abkommen. Die Eisbrecher sollen so lange im Einsatz bleiben, wie es die Wetterlage erforderlich macht

Nachtfahrverbot für Frachter

Für Frachtschiffe, die die Häfen Stralsund, Lubmin und Greifswald anlaufen wollen, gilt derzeit ein Nachtfahrverbot. Tagsüber soll der Verkehr jedoch weiter möglich bleiben – auch unterstützt durch den Einsatz der Eisbrecher.

Der Eisbrecher "Swanti" fährt auf dem Bodden zwischen der Insel Hiddensee und der Insel Rügen. Weil die Fähre "Vitte" einen Eisschaden hat, müssen Reisende auf den Eisbrecher "Swanti" umsteigen.

Am Donnerstag hat ein Gutachter entschieden, dass die „Swanti“ als letzte Verbindung zur Insel auch Passagiere mitnehmen kann.

Wenige Boote liegen am Anleger im Hafen an der Wismarbucht im Eis.

Boddengewässer rund um Rügen und das Stettiner Haff sind durch die anhaltenden Minusgrade vollständig zugefroren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 31.01.2026 | 08:00 Uhr