Auf einem Schild in einem Krankenhaus ist das Wort "Notaufnahme" zu sehen.

Stand: 31.01.2026 13:51 Uhr

Der Krankenhausbetrieb des Sankt Josefs-Hospitals in Wiesbaden ist aktuell eingeschränkt. Grund dafür ist eine IT-Störung. Die Klinikleitung bittet deshalb darum, die Notaufnahme und den Kreißsaal nicht aufzusuchen. Vorerst soll an der Klinik analog gearbeitet werden.

Das Sankt Josefs-Hospital in Wiesbaden ist derzeit von einer IT-Störung betroffen. „Wir hoffen, dass wir das Problem bald im Griff haben“, sagte Geschäftsführer Martin Bosch hessenschau.de am Samstagmittag. Prognosen, wann das System wieder reibungslos läuft, konnte er auf Rückfrage nicht abgeben.

Seit dem Morgen läuft der Betrieb im Krankenhaus eingeschränkt. „Die Klinikleitung bittet die Bevölkerung, die Notaufnahme und den Kreißsaal vorübergehend nicht aufzusuchen“, teilte die Stadt mit.

Gegen 13.45 Uhr sagte der Geschäftsführer, dass man das Problem zwar mittlerweile eingegrenzt habe. Wann es behoben wird, sei aber noch immer unklar.

Geplante Operationen finden nicht statt

In medizinischen Notfällen werde empfohlen, sich an umliegende Krankenhäuser oder den Rettungsdienst zu wenden. Derzeit würden keine Notpatienten aufgenommen, sagte Geschäftsführer Bosch.

Das IT-Problem erstrecke sich auf das ganze Krankenhaus. Die Patienten, die bereits in der Klinik seien, könnten aber vollumfänglich versorgt werden.

Notoperationen könnten theoretisch durchgeführt werden. Geplante Operationen würden am Wochenende ohnehin nicht stattfinden.

„Ärgerlich, aber es kommt niemand zu Schaden“

Laut Geschäftsführer Bosch handelt es sich nicht um einen Hackerangriff, „sondern um eine interne IT-Störung“. Experten seien unterwegs, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Man arbeite unter Hochdruck, teilte auch die Stadt mit.

Um bis zur Behebung wieder vollständig arbeitsfähig zu werden, sei man dabei, den Betrieb von digital auf analog umzustellen. Das betreffe sämtliche Abläufe in dem Krankenhaus, etwa das Anschauen von Röntgenbildern, was dann nur noch an der entsprechenden Stelle in der Radiologie möglich sei.

Über die weiteren Entwicklungen wollen Stadt und Krankenhaus so früh wie möglich informieren. „Das Problem ist ärgerlich, aber es kommt niemand zu Schaden“, sagte Bosch. Das für solche Fälle vorhandene Krisenprotokoll laufe, dazu gehöre auch der Einsatz von Funkgeräten, mit denen Mitarbeitende ausgestattet seien.

Hessischer Rundfunk