Stellwerk-Panne
Bahn-Chaos im Ruhrgebiet: Folgen für Düsseldorfer
31.01.2026 – 15:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Regionalzug in Düsseldorf (Symbolfoto): Seit Freitagabend kommt es auf den Strecken der Landeshauptstadt bis ins Ruhrgebiet zu Verspätungen und Zugausfällen. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer/imago)
Wegen eines Stellwerkschadens gibt es keine verlässlichen Fahrpläne zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rheinland mehr. Der aktuelle Stand.
Seit Freitagabend löst ein defektes Stellwerk am Essener Hauptbahnhof massive Beeinträchtigungen im Zugverkehr aus – das hat auch Auswirkungen für Pendler und Reisende aus Düsseldorf.
Betroffen sind zahlreiche Regional- und S-Bahn-Linien, die die Landeshauptstadt mit dem Ruhrgebiet verbinden. Nach Angaben des Betreibers ist das Ende der Störung weiterhin nicht absehbar.
Besonders hart trifft es Nutzer der S 6: Die Züge aus Richtung Düsseldorf Hauptbahnhof enden bereits in Kettwig und fahren nicht weiter nach Essen. Zwischen Kettwig und Essen Hauptbahnhof wurde ein Ersatzverkehr mit zehn Bussen der Firma Haniqi eingerichtet.
Auch die S 1, die normalerweise von Dortmund über Essen und Duisburg nach Düsseldorf und weiter nach Solingen fährt, ist betroffen: Die Züge aus Richtung Dortmund enden in Essen-Steele, zwischen Essen-Steele und Mülheim-Styrum verkehren sechs Ersatzbusse.
Im Regionalverkehr ist die Lage unübersichtlich. Für die Linien RE 1 (RRX), RE 2, RE 6 (RRX), RE 11 (RRX), RE 16, RE 42 und RB 40 liegen nach Angaben der Bahn „keine Konzepte vor“. Stattdessen werden für jede einzelne Zugfahrt kurzfristig Maßnahmen ergriffen. Es kommt zu Verspätungen, Teilausfällen und kompletten Ausfällen auf der gesamten Strecke.
Konkret bedeutet das: Die wichtigen Verbindungen von Düsseldorf über Duisburg nach Essen – bedient durch RE 2, RE 6 und RE 11 – sind nicht verlässlich planbar. Gleiches gilt für den RE 1, der Düsseldorf mit Dortmund über Essen verbindet.
Die Bahn rät Fahrgästen dringend, ihre Verbindung vor Abfahrt in der Online-Reiseauskunft zu prüfen und verstärkt auf die Informationen vor Ort zu achten. Kurzfristige Änderungen im Zuglauf seien jederzeit möglich.
Die Störung hatte am Freitag gegen 17.30 Uhr begonnen. Nach dem aktuellen Stand der Meldung auf dem Portal „zuginfo.nrw“ arbeiten Techniker der Bahn auch am Samstagnachmittag weiter an der Behebung des Stellwerkdefekts.
