Das U-Bahn-Netz der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist aufgrund von Stromausfällen am Samstag zum Stillstand gekommen. „Der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn wurden vorübergehend eingestellt“, teilte der Betreiber der U-Bahn am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. Grund sei der Ausfall eines externen Stromversorgungszentrums.

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Russland hatte in den vergangenen Wochen verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert. Durch die Attacken waren tausende Haushalte bei eisigen Temperaturen immer wieder ohne Strom und ohne Heizung.

Am Freitag hatte der Kreml bekannt gegeben, dass Präsident Wladimir Putin auf Bitte seines US-Kollegen Donald Trump zugestimmt habe, die Angriffe auf Kiew bis diesen Sonntag einzustellen. 

Die wichtigsten News zur Ukraine und zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Blog.

Wichtige Updates

Kiew meldet kompletten Ausfall der Metro

Trump spricht von Zusage Putins: Eine Woche keine Angriffe auf Kiew

US-Denkfabrik geht von mindestens 400.000 getöteten Soldaten aus

Charkiw: Tote nach russischem Drohnenangriff auf Passagierzug

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Kiew meldet kompletten Ausfall der MetroIn der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien. 

Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt das erste Mal. Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro (auch Dnjepr) verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt.

In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen. 

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Robin AmbergKreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu

Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. Das solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung „Westi“ des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte. 

Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (1.2.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. 

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Philipp LutherPolen beschafft „modernstes Anti-Drohnen-System in Europa“

Polen rüstet seine Drohnen-Verteidigung massiv auf. Die Regierung in Warschau unterzeichnete am Freitag mehrere Verträge, um das „modernste Anti-Drohnen-System in Europa“ aufzubauen, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk. Er sprach von einem „historischen Moment“ und einem „Wendepunkt“.  

Ziel sei es, die Grenzen Polens zu den „am besten geschützten in Europa“ zu machen. 

Die Kosten für das Projekt bewegen sich nach Angaben von Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz im Bereich der in Medien zuvor genannten Summe von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro.

Das „San“ genannte Anti-Drohnen-System umfasst unter anderem 18 Anti-Drohnen-Batterien und rund 700 Fahrzeuge. Es soll in zwei Jahren vollständig einsatzbereit sein. 

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Jonas SteinTrump bittet um Feuerpause: Entscheidung des Kremls steht noch aus Russland hat die Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine Angriffspause auf Kiew weder abgelehnt noch ihr zugestimmt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag russischen Nachrichtenagenturen zufolge lediglich, Trump habe Russlands Staatschef Wladimir Putin darum gebeten, bis zum 1. Februar auf den Beschuss der ukrainischen Hauptstadt zu verzichten, um günstige Bedingungen für Verhandlungen zu schaffen. Laut Interfax ließ Peskow offen, ob Putin Trumps Ersuchen stattgibt.

Der US-Präsident hatte am Donnerstag in Washington erklärt, Putin habe seiner persönlichen Bitte zugestimmt, eine Woche lang nicht auf Kiew und verschiedene Städte zu schießen. An diesem Sonntag sollen Delegationen Russlands und der Ukraine ihre Verhandlungen in Abu Dhabi unter Vermittlung der USA fortsetzen. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte unterdessen den russischen Vorschlag ab, in Moskau mit Putin zu sprechen. „Natürlich ist es mir unmöglich, Putin in Moskau zu treffen“, sagte Selenskyj am Freitag in Kiew bei einem Pressegespräch. Er lade stattdessen Putin nach Kiew ein. Doch dazu werde der russische Machthaber ebenfalls nicht bereit sein. 

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Philipp LutherSelenskyj: Werden Feuerpause einhalten, wenn die Russen dies tunDie Ukraine hat angekündigt, ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur einstellen zu wollen. Bedingung dafür sei aber laut Präsident Wolodymyr Selenskyj allerdings, dass Moskau seinerseits die Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine einstellt. Vor Journalisten in Kiew sagte Selenskyj am Freitag: „Wenn Russland unsere Energieinfrastruktur – Kraftwerke oder andere Energieanlagen – nicht angreift, werden wir ihre nicht angreifen.“ 

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Kremlherrscher Wladimir Putin habe einer einwöchigen Feuerpause zugestimmt. Eine Bestätigung dafür steht noch aus. Sowohl Russland als auch die Ukraine erleben einen besonders strengen Winter, mit zweistelligen Minusgraden und großen Mengen Schnee.

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Philipp LutherUkraine meldet Raketen- und Drohnenangriffe

Russland hat die Ukraine in der Nacht zu Freitag wieder mit Raketen und Drohnen beschossen – trotz einer angeblichen Zusage Moskaus zu einer einwöchigen Feuerpause. Wie Kiew mitteilte, seien eine Rakete des Typs Iskander-M und 111 Angriffsdrohnen zum Einsatz gekommen. 80 der Drohnen habe man abgeschossen. 
 

Angesichts der Minusgrade in der Ukraine hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin nach Angaben Trumps am Donnerstag zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. Der Kreml bestätigte die Feuerpause zunächst nicht.

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Begrenzte Waffenruhe für Ukraine? Selenskyj will abwartenOb die von US-Präsident Donald Trump angekündigte begrenzte Waffenruhe für die Ukraine zustande kommt, ist nach Angaben des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj ungewiss. Er dankte zunächst den USA für deren Bemühungen, ein Moratorium für russische Angriffe auf Energieanlagen zu erreichen. „Die Lage jetzt in der Nacht und in den kommenden Tagen, die tatsächliche Situation in unseren Energieanlagen und Städten“ werde zeigen, ob es tatsächlich zu einer Waffenruhe kommen werde, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft.

Trump hatte erklärt, dass er bei einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin diesen gebeten habe wegen der enormen Kälte in der Ukraine eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen im Nachbarland zu verzichten. Putin habe dieser Bitte zugestimmt, sagte Trump. Er sagte dabei nicht, ab wann dieser Verzicht gelten solle – aus Moskau selbst gab es keine offizielle Bestätigung dafür.

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Selenskyj lobt Bundeskanzler Merz 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für die Unterstützung seines Landes durch Deutschland bedankt und Kanzler Friedrich Merz gelobt. „Friedrich demonstriert echte Führungsstärke und ich schätze unsere Koordination sehr“, schrieb er bei Telegram Bezug nehmend auf ein Telefonat der beiden. Deutschland habe sein Land seit den ersten Kriegstagen unterstützt. Insbesondere die Lieferungen von Luftabwehrsystemen der Typen Patriot und Iris-T seien wichtig für den Schutz des ukrainischen Luftraums. 

Auch die nun geleistete Hilfe bei der Überwindung der Energiekrise sei wichtig, schrieb er. Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen die Invasion durch Russland. Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Partner des angegriffenen Landes. Durch massive russische Angriffe aus der Luft ist in den vergangenen Wochen ein Teil der Energieversorgung in der Ukraine zusammengebrochen. Bei scharfen Frosttemperaturen sind viele Ukrainer täglich oft stundenlang ohne Strom – auch die Heizungen sind in vielen Häusern kalt. 

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Daniel WeidmannTrump spricht von Zusage Putins: Eine Woche keine Angriffe auf Kiew

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. „Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen“, sagte Trump am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington und fügte an: „Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett.“

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Rubio stellt US-Teilnahme an Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi in AussichtUS-Außenminister Marco Rubio hat eine erneute Teilnahme der USA an der zweiten Runde der Direktverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in Aussicht gestellt. „Möglicherweise wird auch die USA daran teilnehmen“, sagte Rubio am Mittwoch vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats zu den im Lauf der Woche in Abu Dhabi geplanten Gesprächen. Mit Blick auf den Inhalt sagte Rubio, die Gebietsfragen rund um die ostukrainische Region Donezk verblieben als offene Frage bei den Verhandlungen. Zu den künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine gegen einen möglichen erneuten russischen Angriff deutete Rubio eine Einigung an.

Diesmal würden jedoch weniger ranghohe Regierungsvertreter teilnehmen, fügte Rubio hinzu. An den Gesprächen am vergangenen Wochenende hatten der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, sowie Präsidentenberater Jared Kushner den Verhandlungen beigewohnt.

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Trump hängt Foto von sich und Putin im Weißen Haus auf

Donald Trump schmückt seine Wände im Weißen Haus offenbar auch mit Fotos von Wladimir Putin. Elizabeth Landers, die für „PBS News Hour“ aus dem Weißen Haus berichtet, teilte beim Kurznachrichtendienst „X“ ein Foto, auf dem ein gerahmtes Foto von Trump und Putin bei ihrem Sommergipfel in Alaska zu sehen ist. „Das hatte ich vorher noch nie in einem Vorraum zwischen dem Westflügel und der Residenz gesehen“, schrieb die Journalistin. 

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Ukrainischer Außenminister: Selenskyj ist zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal „Jewropejska Prawda“. Dabei gehe es um Gebietsfragen und das russische besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha. 

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Umfrage: Viele Russen fühlen sich von Feinden umzingeltViele Menschen in Russland sehen sich einer Umfrage zufolge von ausländischen Feinden umzingelt, während sie ihr eigenes Land als Opfer betrachten. Dies sei eine Folge der unablässigen antiwestlichen Propaganda, sagte der russische Soziologe Lew Gudkow vom unabhängigen Lewada-Zentrum Moskau in Berlin bei der Vorstellung seiner Ergebnisse. 

Im Auftrag der deutschen Sacharow-Stiftung hat das in Russland als Auslandsagent eingestufte Institut die Weltsicht der Russen nach vier Jahren Ukraine-Krieg erforscht. In den mehr als 30 Jahren seit dem Ende der Sowjetunion habe Russland nur sechs Jahre lang keinen Krieg geführt, sagte Gudkow. Er sprach von einer „Militarisierung des Bewusstseins“.

Unter den mehr als 1.600 Befragten sahen 62 Prozent Polen und Litauen als feindselige Länder, gefolgt von Großbritannien (57 Prozent), Deutschland (50 Prozent), Schweden (40 Prozent). Die USA wurden überwiegend als Konkurrent eingestuft (53 Prozent). Auf die Frage nach fünf befreundeten Ländern wurden am häufigsten Belarus, China, Kasachstan, Indien und Nordkorea genannt – mit Ausnahme von Indien repressiv bis diktatorisch regierte Staaten. 

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Zwei Tote bei russischen Angriffen in Region Kiew

 

Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen auf das Dorf Bilohorodka südöstlich der russischen Hauptstadt getötet worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram. Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden.

Am Dienstag hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew mindestens zwölf Menschen getötet. Fünf Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in Charkiw ihr Leben. Die Attacken würden die derzeit laufende Diplomatie „untergraben“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram.

Die am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen nach Angaben Washingtons und Kiews am Sonntag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fortgesetzt werden. Selenskyj hatte die Gespräche am vergangenen Wochenende als „konstruktiv“ bezeichnet, forderte mit Blick auf die nächste Runde jedoch „echte Ergebnisse“. 

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Die leisen Verletzungen: Psychologinnen im Krieg in der Ukraine

Im Krisenmodus